Der ehemalige Wohnturm des Alten Schlosses zeigt auf mehreren Stockwerken, wie Menschen vergangener Generationen lebten und arbeiteten. Die Ausstellung führt durch verschiedene Epochen und stellt typische Berufe des Nordschwarzwaldes vor. Filme ergänzen die Exponate, die Gestaltung ist liebevoll und detailreich. Der Aufbau im historischen Turmgebäude macht den Rundgang anschaulich.
Das Schloss geht auf einen Turm zurück, den der Pfalzgraf von Tübingen um 1050 errichten ließ. Um 1200 wurde der Turm durch einen Ostteil erweitert und erhielt ein Dach. Die Schildmauer aus staufischen Buckelquadern ist etwa 2,2 Meter stark. 1610 kam durch Heinrich von Schickardt das neue Schloss hinzu. Von der einstigen Ringmauer sind der nördliche Teil sowie die Flankentürme „Himmel" und „Hölle" erhalten. Seit 1985 befindet sich das Museum im Alten Schloss, der Heimat- und Geschichtsverein betreut es.
Die Ausstellung wechselt regelmäßig und wird zu besonderen Anlässen thematisch erweitert, etwa zu Ostern. Der Eintritt kostet 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Für Kinder gibt es Ermäßigungen, die Gestaltung spricht auch jüngere Besucher an. Montag ist Ruhetag, an anderen Tagen hat das Café parallel zum Museum geöffnet. Dort kannst du nach dem Rundgang im Schlosshof verweilen, der schattige Plätze bietet. Das Café wird als freundlich und gemütlich beschrieben.
Unterhalb des Schlosses liegt die Altstadt mit Fachwerkbauten. Vom Schloss aus hast du einen guten Blick über Altensteig. Die Sanierungsarbeiten am Gebäude laufen noch, das Schloss ist aber zugänglich und gepflegt. Kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung, auch an der Straße. Wer am Pfingstmontag oder an anderen Feiertagen kommt, sollte vorher prüfen, ob Museum und Café geöffnet sind.
