Der Lohsepark zieht sich als grüne Anlage durch die HafenCity und verbindet Erholung mit einem wichtigen Stück Stadtgeschichte. Durch den gesamten Park verläuft der Gedenkort Hannoverscher Bahnhof als mahnendes Band, das an die Deportationen jüdischer Bürger, Sinti und Roma während der NS-Zeit erinnert. Von diesem ehemaligen Güterbahnhof aus wurden zwischen 1940 und 1945 mehr als 8.000 Menschen in Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. Die Gedenkstätte ist in die Parkgestaltung integriert und macht die historische Bedeutung des Ortes sichtbar.
Im westlichen Teil stehen lange Holzbänke, die sich für eine Pause abseits des Trubels eignen. Von hier aus hast du einen guten Blick auf die moderne Architektur der HafenCity, die den Park umgibt. Die Weitläufigkeit der Anlage sorgt besonders in den frühen Morgenstunden für Ruhe, bevor die umliegenden Bürogebäude belebt werden. Wer den Park zu dieser Zeit besucht, hat die Wege und Grünflächen oft für sich.
Familien mit Kindern finden im südlichen Bereich einen großen Spielplatz mit Klettergerüsten und viel Platz zum Austoben. Die Anlage bietet genug Raum, um sich nicht gegenseitig zu stören, auch wenn mehrere Gruppen unterwegs sind. Ein Spaziergang lässt sich am späten Nachmittag gut mit einem Besuch des nahegelegenen Oberhafenquartiers verbinden, wo in alten Güterhallen Ateliers, Werkstätten und Kulturprojekte eine kreative Atmosphäre schaffen.
Der Park ist barrierefrei zugänglich und die Wege sind asphaltiert. Schatten ist stellenweise vorhanden, aber nicht flächendeckend, was an heißen Sommertagen bei längeren Aufenthalten zu beachten ist. Die Kombination aus Gedenkstätte, Grünanlage und Spielmöglichkeiten macht den Lohsepark zu einem Ort, der verschiedene Interessen bedient und dabei die Geschichte des Ortes nicht ausblendet.



