Der Bodensee erstreckt sich über 273 Kilometer Uferlänge und 539 Quadratkilometer Fläche im nördlichen Alpenvorland. Er ist der drittgrößte See Mitteleuropas und verteilt sich auf drei Länder: Deutschland hält mit 173 Kilometern den größten Uferanteil, gefolgt von der Schweiz mit 72 Kilometern und Österreich mit 28 Kilometern. Die größte Tiefe misst 251 Meter.
Wassersportler finden hier saisonale Angebote, doch zum Schwimmen eignet sich der See außerhalb der Freibäder nur bedingt. Deutlich beliebter sind Schiffsfahrten, die es ermöglichen, verschiedene Uferorte zu erreichen, ohne das Auto zu nutzen. Zu den bekannten Zielen gehören die Inseln Mainau und Reichenau sowie die Halbinsel Mettnau. Entlang des Ufers liegen zahlreiche Ortschaften mit kleinen Häfen, die sich als Zwischenstopps anbieten.
Eine Radtour um den gesamten See herum ist ein gängiger Weg, die Region kennenzulernen. Der Rundweg lässt sich gut in vier Etappen aufteilen: das südliche Ufer des Obersees von Bregenz nach Konstanz, die Runde um den Untersee ab Konstanz, der Überlinger See von Konstanz bis Meersburg und schließlich das nördliche Ufer des Obersees zurück nach Bregenz. Die Strecke führt durch dicht besiedeltes Gebiet, bietet aber durchgehend Zugang zum Wasser und zur Landschaft.
Die Vielfalt der Ausflugsziele rund um den See macht es schwer, alles an einem Wochenende zu sehen. Wer mehrere Orte besuchen und Zeit am Ufer verbringen möchte, sollte entsprechend mehr Zeit einplanen. Die Region zieht sowohl Familien als auch Aktivurlauber an, die zwischen Radfahren, Bootstouren und dem Besuch von Sehenswürdigkeiten wechseln können. Für einen ersten Überblick lohnt sich eine Bootsfahrt, die verschiedene Perspektiven auf die Uferlandschaft bietet.
