Das Bucerius Kunst Forum zeigt vier wechselnde Ausstellungen pro Jahr, jede dauert etwa drei Monate. Das private Kunstmuseum kooperiert dafür mit anderen Institutionen und deckt unterschiedliche Epochen und Stile ab, von Surrealismus über Fotografie bis hin zu Blumenmalerei. Die Ausstellungsfläche erstreckt sich über eine Etage mit großen Räumen und hohen Decken, der Rundgang dauert etwa 30 bis 40 Minuten. Wer mehr Zeit einplant, kann sich ausführlicher mit den Exponaten beschäftigen, die meist gut textlich beschrieben sind.
Besonders interessant sind die verschiedenen Führungsformate. Bei „Wort trifft Kunst" verbinden kurze Impulsvorträge zu ausgewählten Werken die Ausstellung mit Poetry-Slam-Beiträgen, die eigene Eindrücke künstlerisch verarbeiten. Solche Formate machen die Kunst auch für Besucher zugänglich, die sich sonst weniger dafür interessieren. Die fachkundigen Führungen geben Hintergrund zur Entstehung und Geschichte der ausgestellten Werke.
Das Museum ist vollständig barrierefrei mit rollstuhlgerechtem Eingang, WC und Hörhilfen ausgestattet. Im Foyer gibt es Schließfächer, die bei größerem Andrang allerdings besetzt sein können – etwas Wartezeit sollte man einkalkulieren. Das Personal wird in vielen Rezensionen als freundlich und zuvorkommend beschrieben, auch die Bereitschaft, Feedback ernst zu nehmen, wird erwähnt.
Die Ausstellungsfläche ist überschaubar, was bedeutet, dass die Besucherzahl meist angenehm bleibt. Wer allerdings größere Ausstellungen gewohnt ist, könnte den Umfang für den Eintrittspreis von 12 Euro als etwas knapp empfinden. Dafür ist die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler oft sehr gut kuratiert, die Zusammenstellung der Werke durchdacht und abwechslungsreich. Das Bucerius Kunst Forum ist kinderfreundlich und eignet sich als kurze Auszeit während eines Hamburg-Besuchs.



