Der Aufstieg führt über rund 355 Stufen nach oben, die in etwa zehn Minuten zu bewältigen sind. Wer möchte, kann einen Teil des Weges mit dem Aufzug zurücklegen, bevor es nur noch zu Fuß weitergeht. Der Weg verläuft an den massiven Betonwänden des ehemaligen Flakturms entlang, der im Zweiten Weltkrieg zum Schutz Hamburgs vor alliierten Luftangriffen errichtet wurde. An mehreren Stellen bieten Infotafeln Einblick in die Geschichte des Bunkers und seine Funktion als Teil der Luftabwehr.
Oben angekommen erwartet dich ein Rundumblick über die gesamte Stadt. Der Blick reicht weit über das Stadion, die Innenstadt und andere Teile Hamburgs. Die Dachfläche ist weitgehend begrünt, was dem Betonbau eine überraschende Leichtigkeit verleibt. Es gibt Liegestühlen auf einer Rasenfläche, eine Bar mit Getränken und Eis sowie kostenpflichtige Toiletten. An sonnigen Tagen kann es auf der Aussichtsplattform warm und voll werden, morgens um neun Uhr ist es meist noch ruhig.
Der Eintritt ist kostenlos, am Eingang findet eine Taschenkontrolle statt. Mehrwegflaschen und große Plastikflaschen über einem Liter müssen abgegeben werden. Sitzmöglichkeiten mit direktem Ausblick sind begrenzt, viele Besucher bewegen sich zwischen verschiedenen Punkten, um Fotos zu machen, und gehen dann weiter. Wer draußen auf der Terrasse etwas trinken möchte, ist auf die Bar angewiesen, andere Außenplätze mit gastronomischem Angebot gibt es nicht.
Neben der Aussichtsplattform beherbergt der Bunker heute eine Wohnanlage, ein Hotel, Restaurants, ein Café und Geschäfte. Die Zimmer sind modern eingerichtet, teilweise mit Balkon und Blick über die Stadt. Das Projekt zeigt, wie ein Kriegsrelikt sinnvoll umgenutzt werden kann. Vom nahegelegenen Bahnhof aus ist der Bunker fußläufig über Planten un Blomen zu erreichen. Vor Ort stehen gebührenpflichtige Parkplätze zur Verfügung. Der Zugang ist barrierefrei gestaltet.
