Die Burg Hochosterwitz liegt auf einem weithin sichtbaren Felsen und ist über einen Aufstieg zugänglich, der durch 14 aufeinanderfolgende Burgtore führt. Jedes dieser Tore hatte eine eigene Verteidigungsfunktion, und wer genau hinschaut, entdeckt die unterschiedlichen baulichen Lösungen, mit denen Angreifer aufgehalten werden sollten. Manche dieser Mechanismen erfordern durchaus Nachdenken, um sie zu verstehen.
Wer nicht zu Fuß gehen möchte, kann einen Lift nutzen, der direkt zur Burg hinaufführt. Der Fußweg durch die Tore ist allerdings Teil des Erlebnisses. Auf dem Weg nach oben oder unten lohnt es sich, auch die seitlichen Treppen in den Toren zu erkunden. In einigen Räumen sind historische Szenen nachgestellt, andere dienen als Lager. Der Abstieg kann aufgrund der Neigung und des Schotters anstrengend sein, besonders für weniger geübte Besucher.
Oben angekommen, findest du eine gepflegte Gartenanlage und einen weiten Blick über die Landschaft. Das Museum zeigt Originalexponate, darunter eine Rüstkammer und Renaissancegemälde. Für einen Euro Aufpreis kannst du auch eine Leonardo-da-Vinci-Ausstellung besuchen, in der viele seiner Erfindungen zum Ausprobieren bereitstehen. Die Kellerräume und die historischen Gebäude, etwa eine alte Schmiede, sind ebenfalls zugänglich. Hunde sind auf der gesamten Anlage und sogar im Museum willkommen, was bei vielen Besuchern gut ankommt.
Die Aufenthaltsdauer liegt je nach Tempo zwischen drei und vier Stunden. Der Eintritt für Erwachsene beträgt 18 Euro, bei Nutzung des Lifts werden 30 Euro fällig. Ein Restaurant auf der Burg bietet Verpflegung an. Kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung, auch direkt an der Straße. Kritik gibt es gelegentlich am Preis-Leistungs-Verhältnis, besonders wenn man die Ausstattung mit anderen Burgen vergleicht. Wer sich aber Zeit nimmt und die vielen Details erkundet, findet reichlich zu sehen.



