Die Burg Liechtenstein liegt auf einem Felsen im Wienerwald und ist ausschließlich im Rahmen von Führungen zugänglich, die jede volle Stunde stattfinden. Wer kurz nach Beginn einer Tour ankommt, muss mit längeren Wartezeiten rechnen. Bei kaltem Wetter kann das draußen unangenehm werden. Während einer Führung ist die Burg für weitere Besucher geschlossen, und das Fotografieren im Inneren ist nicht gestattet.
Die Geschichte der Anlage reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Sie war der Stammsitz der Familie Liechtenstein, nach der auch das heutige Fürstentum benannt wurde. Im Mittelalter kontrollierte die Burg Handelswege in der Region. Im 16. Jahrhundert zerstörten die Osmanen die Anlage, die anschließend lange als Ruine verfiel. Erst im 19. Jahrhundert wurde sie im neugotischen Stil wieder aufgebaut und erhielt ihr heutiges Erscheinungsbild. Einige Teile der Burg sind jedoch noch original und bis zu 900 Jahre alt.
Während der Führung siehst du enge Gänge, Innenhöfe, eine Kapelle mit Glasfenstern sowie Räume, die zeigen, wie früher gelebt wurde – von der Küche bis zu den Schlafräumen. Die Guides erklären die Baugeschichte und die Bedeutung der Burg anschaulich, mitunter auch auf Englisch, wenn internationale Gäste dabei sind. Das führt manchmal dazu, dass weniger Details besprochen werden können.
Der große Parkplatz liegt etwa acht Gehminuten von der Burg entfernt. Vor der Burg befindet sich eine Wiese mit einem Abenteuerspielplatz, die sich für ein Picknick eignet. Von hier aus führen Wanderwege über den Kalenderberg zu künstlichen Ruinen wie dem Schwarzen Turm oder dem Husarentempel. Mittwochs ist in den Sommermonaten Ruhetag. Gehbehinderte Personen sollten beachten, dass im Inneren viele Stufen zu bewältigen sind und kein Aufzug vorhanden ist. Mit der NÖ-Card ist der Eintritt einmal jährlich kostenlos.

