Die Burgruine Alt-Ems gilt als die längste mittelalterliche Burganlage Österreichs. Diese Dimension allein macht sie zu einem besonderen Zeugnis der Baukunst des Mittelalters. Hoch über Hohenems gelegen, dominiert die weitläufige Ruine noch heute das Landschaftsbild und erzählt von der einstigen Macht ihrer Erbauer.
Der Zugang zur Ruine führt durch den Wald und dauert etwa 30 bis 50 Minuten, je nachdem, von welchem Ausgangspunkt du startest. Von der Bushaltestelle Buchenau sind es nur 15 Gehminuten bis zur Ruine. Der Weg vom Palast Hohenems aus ist mit etwa 30 bis 40 Minuten etwas länger, stellenweise steil, aber gut machbar. Der Aufstieg durch den Wald ist angenehm und lohnt sich allemal. Selbst für ungeübte Wanderer ist die Strecke problemlos zu bewältigen, und auch mit Kindern kommst du hier gut zurecht.
Oben angekommen erwartet dich eine Aussicht, die zu den Höhepunkten des Rheintals zählt. Von mehreren Aussichtsplätzen aus überblickst du das gesamte Rheintal bis zum Bodensee. Hohenems liegt dir direkt zu Füßen, und bei gutem Wetter reicht der Blick weit in die Landschaft. Es kann allerdings windig sein, eine Jacke im Rucksack ist daher eine gute Idee.
Die Ruine selbst ist bestens saniert und begehbar. Informationstafeln vor Ort erklären die Geschichte der Burg, ihren Aufbau, die Zerstörungen und die verschiedenen Phasen von Wiederaufbau und Renovierung. Die Arbeiten unter der Leitung von Raimund Rhomberg haben die Anlage zugänglich gemacht und gesichert, ohne ihren Charakter als Ruine zu verlieren. Bei Besuchen kann es vorkommen, dass Gerüste und Baustellen sichtbar sind, da die Sanierungsarbeiten noch nicht vollständig abgeschlossen sind. Das tut der Besichtigung aber keinen großen Abbruch.

