Das Château de Colombier ist eine Schlossanlage aus dem 11. und 12. Jahrhundert, die direkt über den Ruinen einer römischen Villa errichtet wurde. Die Villa, eine der größten in der Schweiz, stammte aus dem 1. bis 3. Jahrhundert und wurde zwischen 1840 und 1842 ausgegraben. Der ursprüngliche befestigte Turm wurde im 13. Jahrhundert erweitert und erreichte sein heutiges Aussehen im 16. Jahrhundert. Seit 1824 nutzt die Schweizer Armee das Gebäude als Kaserne, ab 1877 wurde es offiziell zur Kaserne der 2. Division.
Heute ist das Schloss weiterhin militärisch genutzt, weshalb der öffentliche Zugang stark eingeschränkt ist. Die meisten Räume sind nicht zugänglich. Ein Museum, das früher im Schloss untergebracht war, ist nicht mehr geöffnet. In der Anlage befindet sich ein Restaurant, das jedoch ungewöhnliche Öffnungszeiten hat: Es ist vormittags bis mittags geöffnet und dann erst wieder abends. Am Nachmittag bis zum Abend ist daher keine Bewirtung möglich, was für Besucher unpraktisch sein kann. Das Restaurant dient vermutlich auch der Kaserne selbst.
Trotz der eingeschränkten Zugänglichkeit bleibt die Anlage von außen sehenswert. Die Architektur verbindet mittelalterliche Bauelemente mit späteren Erweiterungen. Im Inneren ist das meiste modern ausgebaut, wie Nutzer der Kaserne berichten. Die Lage und die historische Bedeutung machen das Schloss zu einem interessanten Zwischenstopp, auch wenn man das Innere nicht erkunden kann. Die Verbindung zur römischen Vergangenheit ist durch die Grabungen dokumentiert, auch wenn die Funde selbst nicht vor Ort zu sehen sind.
Für einen Besuch solltest du keine ausgedehnten Besichtigungen erwarten. Die Anlage ist kinderfreundlich, aber die Möglichkeiten sind durch die militärische Nutzung begrenzt. Wenn du das Restaurant besuchen möchtest, prüfe vorher die Öffnungszeiten, um nicht in die Schließzeit am Nachmittag zu geraten.



