Das Chilehaus ist ein Kontorhaus aus den 1920er-Jahren, dessen östliche Spitze an einen Schiffsbug erinnert. Die Form entsteht durch den spitz zulaufenden Grundriss, der dem Gebäude seine charakteristische Silhouette gibt. Es gilt als Ikone der expressionistischen Architektur und gehört seit 2015 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Das Gebäude besteht aus Backstein, der in einer Zeit entstand, als die Herstellung von Ziegeln noch nicht vollständig automatisiert war. Im Inneren wurden durch wechselnde Steinsetzung und Glasuren Wandmuster erzeugt, die du in den Treppenhäusern betrachten kannst. Diese Treppenhäuser sind großzügig angelegt und zeigen die Gestaltungsqualität der Bauzeit. Das Chilehaus ist öffentlich zugänglich und wird weiterhin von nationalen und internationalen Firmen als Bürostandort genutzt.
Neben dem Hauptgebäude lohnt sich ein Blick in den Innenhof sowie in die benachbarten Kontorhäuser und deren Höfe. Das gesamte Kontorhausviertel rund um das Chilehaus zeigt die Architektur dieser Epoche. Im Erdgeschoss befinden sich Geschäfte und Restaurants. Der Zugang ist rollstuhlgerecht.
Die Station Messberg liegt unweit des Chilehauses. In den letzten Jahren gab es wiederholt Baustellen im unmittelbaren Umfeld, die den Zugang zeitweise einschränkten und die Ansicht des Gebäudes beeinträchtigten. Es empfiehlt sich, vor einem Besuch zu prüfen, ob aktuell größere Bauarbeiten die Sicht oder den Zugang behindern. Das Gebäude selbst kannst du von außen jederzeit besichtigen, die Innenhöfe und Treppenhäuser sind während der üblichen Geschäftszeiten zugänglich.
