Der Federsee ist ein flacher, von Schilfrohr und Feuchtwiesen umgebener See mit einem langen Holzsteg, der weit ins Gebiet hineinführt. Der Steg ist etwa 1,5 Kilometer lang und ermöglicht den Zugang zu Bereichen, die sonst nicht erreichbar wären. An mehreren Stellen gibt es Bänke und Aussichtspunkte, von denen aus sich Vögel beobachten lassen. Schwäne, Blesshühner, Möwen und Rohrweihen sind regelmäßig zu sehen, bei genauem Hinsehen entdeckt man auch Hechte im Wasser. Wer früh unterwegs ist, trifft morgens ab etwa sechs Uhr bereits auf viele Besucher, die zur Vogelbeobachtung kommen. Bartmeisen und Biber wurden ebenfalls schon gesichtet.
Rund um den See verläuft ein etwa 15 Kilometer langer Weg, der sich gut mit dem Fahrrad oder E-Bike befahren lässt. Die Strecke ist flach und führt durch offene Wiesen und Sumpflandschaft. Der Weg eignet sich auch für Familien, da er keine großen Steigungen aufweist. In der Nähe gibt es zusätzlich den sogenannten Wackelwald, ein Moorgebiet mit schwankendem Untergrund, das vor allem Kinder interessant finden. Auch ein Museum zur Geschichte der Region ist vorhanden.
Der Steg ist ganzjährig zugänglich und zeigt sich je nach Jahreszeit unterschiedlich. Im Sommer ist das Schilf hoch und dicht, im Herbst verfärben sich die Wiesen, im Winter kann die Landschaft verschneit sein. Für den Zugang zum Steg wird ein Eintrittsbeitrag erhoben, der laut Rezensionen angemessen ist. Die Anlage ist auch bei schlechtem Wetter begehbar, da der Holzsteg befestigt ist. Morgens und abends ist es ruhiger als tagsüber, besonders am Wochenende kann es auf dem Steg voller werden.

