Das Felsentor selbst ist ein elf Meter breiter Sandsteinbogen, der zu den größten natürlichen Felsbögen im Elbsandsteingebirge gehört. Auf dem Gipfel über dem Felsentor befinden sich die Reste einer Burgruine aus dem 15. Jahrhundert, die über eine schmale, steile Eisenleiter zu erreichen ist. Diese sogenannte Himmelsleiter führt durch einen engen Spalt im Fels nach oben und erfordert etwas Überwindung, da der Durchgang sehr schmal ist. Wer hier keine Platzangst hat, wird mit einer guten Aussicht über die bewaldete Landschaft der Sächsischen Schweiz belohnt.
Der Aufstieg zum Kuhstall dauert vom Parkplatz oder von der Haltestelle der Kirnitzschtalbahn aus etwa 30 bis 45 Minuten, je nach Tempo und Kondition. Der Weg führt durch einen schattigen Buchenwald und ist stellenweise steil, für untrainierte Besucher also durchaus anstrengend. Unterwegs passiert man eine Stelle mit vielen kleinen Steinhaufen, die von früheren Wanderern aufgestapelt wurden. Der Pfad ist gut markiert und führt schließlich direkt zum Felsentor. Von dort aus kannst du entweder den Blick durch den Bogen genießen oder über die Himmelsleiter weitergehen.
Oben am Felsentor gibt es eine Selbstbedienungsgaststätte mit Sitzmöglichkeiten, die frisch zubereitete Speisen anbietet, darunter auch vegane Optionen. Die Preise sind allerdings deutlich höher als üblich, wie mehrere Besucher in Bewertungen anmerken. Wer das umgehen möchte, kann unten im Tal am Lichtenhainer Wasserfall einkehren.
Das Felsentor liegt in einer beliebten Wanderregion und ist häufig gut besucht, besonders an Wochenenden und Feiertagen. Die Himmelsleiter ist so eng, dass man vorsichtig sein sollte, um nicht mit Rucksack oder Jacke an den Felswänden hängen zu bleiben. Zusätzlich zum Hauptfelsentor gibt es in der Nähe das Schneiderloch, einen weiteren schmalen Durchgang, der einen eigenen Charakter hat und zur Erkundung einlädt.



