Jeden Samstag das ganze Jahr über verwandelt sich der Platz nahe dem Stadion von St. Pauli in einen Flohmarkt, auf dem Haushaltsauflöser, Antiquitätenhändler und private Verkäufer ihre Waren anbieten. Die Stände stehen dicht gedrängt, oft unsortiert, sodass du beim Durchstöbern Geduld brauchst, wenn du alle Ware sichten möchtest. Zwischen alten Landkarten, Schmuck, Bildern und historischen Kleinteilen finden sich immer wieder Gegenstände, die mancher nicht braucht, aber trotzdem mitnehmen will.
Wer früh kommt, kann den Markt in Ruhe erkunden. Der Flohmarkt öffnet um acht Uhr, ab neun wird es deutlich voller, und das Gedränge zwischen den engen Ständen nimmt zu. Viele Besucher schätzen die Möglichkeit, beim Bummeln zu schnacken und nebenbei Pommes, Currywurst oder Gebäck zu kaufen. Eine öffentliche Toilette ist vorhanden.
Die Ware ist gemischt. Neben Haushaltsauflösungen mit Gebrauchsspuren und älteren Dingen, die aussehen, als wären sie direkt aus Omas Keller geholt, gibt es Stände mit Neuware aus Asien, die manche Besucher kritisch sehen. Die Preise variieren stark, und es wird berichtet, dass sie teils deutlich über dem liegen, was online für vergleichbare Artikel verlangt wird. Einige Händler können aufdringlich wirken, und es gibt Berichte über unfreundliche Reaktionen oder widersprüchliche Preisangaben.
Die Lage zwischen Karolinenviertel und Schanzenviertel macht es einfach, den Marktbesuch mit einem Abstecher in die nahe Rindermarkthalle zu verbinden, wo Bäcker wie Brot und Stulle Butterkuchen und Heißgetränke servieren. Der Eingang ist rollstuhlgerecht, und der Markt ist kinderfreundlich. Parken ist in umliegenden Parkhäusern oder an der Straße möglich, jeweils gegen Gebühr. Wer wirklich spannende oder seltene Stücke sucht, muss damit rechnen, dass der lange Bestand des Marktes die Auswahl an originellen Funden begrenzt.

