Die Glindower Alpen sind ein 120 Hektar großes Naturschutzgebiet zwischen Glindow und Petzow im Landkreis Potsdam-Mittelmark, das durch jahrhundertelangen Tonabbau für die Ziegelindustrie entstanden ist. Wo früher Lehm abgebaut wurde, zeigen sich heute Schluchten von bis zu 40 Metern Tiefe, Anhöhen und kleine Gewässer. Das Relief unterscheidet sich deutlich von der umgebenden Brandenburg-Landschaft mit ihren Kiefernwäldern und Obstplantagen.
An den Hängen der Schluchten wachsen mesophile Mischwälder aus Berg- und Spitzahorn, Hainbuche, Winterlinde, Esche, Rotbuche und Robinie. Die Wälder werden forstwirtschaftlich kaum beeinflusst, Totholz bleibt liegen und ist von Moosen und Flechten überwachsen. Am Grund der Schluchten liegen kleine Gewässer, deren Oberfläche von Teichlinsen bedeckt ist. An den Waldsäumen gibt es vereinzelt Trockenrasen.
Das Gebiet ist durch ausgeschilderte Wanderwege erschlossen. Ein Rundweg von etwa 9,5 Kilometern führt durch das Areal. Allerdings berichten Besucher, dass die Beschilderung stellenweise lückenhaft ist und man sich an Abzweigungen verirren kann. Die Wege sind teilweise naturnah mit Treppen und Holzbrücken angelegt, während die befestigten Abschnitte entlang der Seen auch mit Kinderwagen befahrbar sind. Stabile Schuhe sind wegen des Geländes empfehlenswert. Entlang der Wege stehen Bänke und Schautafeln zur Flora und Fauna.
Vor Ort gibt es kostenlose Parkplätze. In der Nähe liegt die alte Ziegelei, die mit einem Ausstellungsturm zur Geschichte der Ziegelindustrie besucht werden kann. Der Eintritt ist gebührenpflichtig, Informationen und Tickets gibt es direkt am Turm. Wer mit Hund unterwegs ist, findet einen See zum Abkühlen in direkter Nachbarschaft. Manche Besucher rechnen nicht mit der Tiefe der Schluchten und bleiben dann länger als ursprünglich geplant.



