Der Grundlsee liegt im steirischen Salzkammergut und ist mit einer Fläche von knapp vier Quadratkilometern der größte See der Steiermark. Das Wasser ist klar und kühl, die Sicht reicht oft mehrere Meter tief. Die Wassertemperaturen erreichen im Sommer selten mehr als 20 Grad, was ihn für hartgesottene Schwimmer interessant macht. Rund um den See verlaufen Wanderwege, die sich durch Wiesen und Wälder ziehen und Blicke auf das umliegende Gebirge freigeben. Das Tote Gebirge begrenzt den See im Norden und Osten.
Am westlichen Ende des Sees gibt es mehrere Badeplätze, einige davon mit Liegewiesen und Umkleidemöglichkeiten. Für Familien eignen sich flache Uferstellen, die den Einstieg ins Wasser erleichtern. Boote können an verschiedenen Verleihstationen gemietet werden, Ruderboote und Stand-Up-Paddle-Boards sind üblich. Motorboote sind nicht erlaubt, was den See ruhig hält. Vom östlichen Ufer aus führt eine Bootsverbindung zum Toplitzsee, der nicht direkt mit dem Auto erreichbar ist.
Der Rundweg um den See ist etwa zwölf Kilometer lang und weitgehend flach, er eignet sich für Spaziergänger und Radfahrer. Auf der Nordseite verläuft die Strecke teilweise dicht am Ufer, auf der Südseite führt sie durch schattige Waldabschnitte. Die Runde dauert zu Fuß etwa drei bis vier Stunden, mit dem Rad entsprechend kürzer. An sonnigen Wochenenden und in den Sommerferien füllen sich die Parkplätze schnell, gerade am westlichen Seeufer.
Im Ort Grundlsee gibt es Gaststätten und kleinere Geschäfte. Die Infrastruktur ist überschaubar, wer längere Zeit bleiben möchte, findet Unterkünfte in verschiedenen Kategorien. Im Winter ist die Gegend ruhiger, einige Wanderwege bleiben begehbar, solange kein Schnee liegt. Die Anreise erfolgt über Bad Aussee, von dort sind es etwa fünf Kilometer bis zum See.



