Der Grunewaldturm aus dem 19. Jahrhundert erhebt sich 55 Meter über dem westlichen Rand des Grunewalds direkt an der Havel. Von der Aussichtsplattform blickt man auf Wannsee und Havel, in Richtung Potsdam und über das dichte Grün des Waldes bis zur Stadtsilhouette Berlins. An klaren Tagen ist auch der Teufelsberg gut zu erkennen. Wer die 204 Stufen der Wendeltreppe hinter sich bringt, wird mit einem Panorama belohnt, das die Großstadt fast vergessen lässt.
Der Zugang zum Turm ist allerdings etwas umständlich organisiert. Tickets werden im Café hinter dem Turm verkauft, dann muss man warten, bis jemand vom Personal kommt und das Tor aufschließt. Bei vollem Café kann das dauern. Auch beim Ausstieg steht man zunächst vor verschlossenem Tor und muss klingeln oder im Café anrufen, damit jemand öffnet. Die Wendeltreppe selbst ist praktisch angelegt: Es gibt jeweils einen separaten Auf- und Abgang, sodass sich Besucher nicht blockieren.
Am Fuß des Backsteinturms liegt ein großer Biergarten mit Plätzen in Sonne und Schatten, teils mit Liegestühlen im Sand. Das Angebot reicht von Bratwurst und frisch gezapftem Bier bis zu Kaffee und kleinen Gerichten. Die Preise sind für ein Ausflugsziel moderat. Der Biergarten wirkt selbst an Wochenenden nicht überfüllt und eignet sich gut für eine Pause nach einer Wanderung auf dem nahen Havelhöhenweg.
Der Turm ist mit dem Bus gut erreichbar, direkt vor Ort gibt es sowohl kostenlose als auch gebührenpflichtige Parkplätze. Der Eingang ist rollstuhlgerecht, ebenso die Toiletten. Die 204 Stufen zur Aussichtsplattform sind allerdings nicht barrierefrei zu bewältigen. Am Portal des Turms steht eine Skulptur von Kaiser Wilhelm I., zu dessen Ehren das Bauwerk errichtet wurde.



