St. Petri besitzt den höchsten Kirchturm Hamburgs und kann bestiegen werden. Der Aufstieg führt über 544 Stufen, die sich über mehrere Ebenen verteilen. Der Eintritt kostet 5 Euro, für Studenten ermäßigt 3,50 Euro. Die Treppe ist schmal und stellenweise steil, und besonders im letzten Abschnitt gibt es keine Fenster mehr, sodass die Luft dort sehr warm werden kann. Wer im Sommer hinaufsteigt, sollte mit Hitze rechnen.
Auf verschiedenen Zwischenebenen gibt es Sitzgelegenheiten und eine Art begleitendes Museum, das die Funktion des Turms und die Arbeit des früheren Turmpersonals erklärt. Je höher du kommst, desto mehr Ausblicke eröffnen sich durch kleine Fenster und Luken. Oben angekommen bietet die Aussichtsplattform einen 360-Grad-Blick über Hamburg, der bei klarem Wetter weit über die Stadt und ihre Wahrzeichen reicht. Die Fenster dort sind geschlossen, was die Hitze verstärken kann, aber die Sicht bleibt beachtlich.
Der Aufstieg ist körperlich fordernd und nichts für Menschen mit schwacher Kondition oder gesundheitlichen Einschränkungen. Manche Stufen knarren, was bei einigen Besuchern für Unbehagen sorgt. Wer über 100 Kilogramm wiegt, sollte die Belastbarkeit der alten Treppenkonstruktion bedenken. Kameras und Alarmknöpfe sind vorhanden, ein medizinischer Notfall wäre allerdings schwer zu bewältigen.
Die Kirche selbst ist im gotischen Stil erbaut und zeigt zahlreiche Kunstwerke. Im Kirchengebäude gibt es ein kleines Café und einen Laden, der Produkte aus Behindertenwerkstätten verkauft. Die Kirche liegt zentral zwischen Rathausmarkt und Mönckebergstraße und verfügt über einen rollstuhlgerechten Eingang, der Turm allerdings ist nur über die Treppe erreichbar. Gelegentlich finden Konzerte statt, bei denen die Kirche mit Lichtern dekoriert wird.
