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Internationales Maritimes Museum Hamburg

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4.7

Neun Etagen Schifffahrtsgeschichte mit tausenden Modellen, Gemälden und Exponaten in Hamburgs ältestem Speichergebäude.

In Hamburgs ältestem Speichergebäude erstreckt sich die Sammlung über neun Etagen, die hier passenderweise als Decks bezeichnet werden. Du findest Schiffsmodelle in allen Größen, von riesigen Dioramen bis zum kleinsten Modell, das nur wenige Millimeter misst. Marinemalerei, historische Uniformen, Fotografien und Werkzeuge zeigen die Geschichte der Seefahrt aus verschiedenen Perspektiven. Ein Originalstück Kohle von der Titanic gehört ebenso zur Sammlung wie kunstvolle Knochenschiffe und detaillierte Modelle von Kriegsschiffen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Die Ausstellung deckt ein breites Spektrum ab: Schiffbau, Modellbau, das Leben der Matrosen, Navigation, Bewaffnung und Reisen zur See. Eine Miniatur des Hamburger Hafens vermittelt einen Überblick über die lokale Schifffahrtsgeschichte. Für Kinder gibt es speziell aufbereitete Bereiche, und in einem Simulator können Besucher unter Anleitung ehrenamtlicher Kapitäne selbst Hand anlegen. Im Gebäude befindet sich außerdem eine Buchhandlung, in der auch Schiffsmodelle verkauft werden.

Plane ausreichend Zeit ein. Viele Besucher verbringen vier bis fünf Stunden im Museum und haben dennoch nicht alles gesehen. Pro Etage solltest du etwa eine Stunde rechnen, wenn du dich intensiver mit den Exponaten auseinandersetzen möchtest. Mit der Tageskarte kannst du das Museum verlassen und nach einer Pause zurückkehren, was sich besonders mit Kindern anbietet. Mit ihnen empfiehlt sich, den Besuch auf zwei oder drei Etagen zu beschränken und lieber wiederzukommen, statt alles an einem Tag durchzuhetzen.

Das Personal ist freundlich und beantwortet gerne Fragen. Kostenlose Schließfächer stehen gegen ein Euro Pfand zur Verfügung, was bei mehrstündigen Rundgängen praktisch ist. Rollstühle können vor Ort ausgeliehen werden. Im Außenbereich am seitlichen Eingang stehen ein Boot der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger sowie zwei Kleinkampfmittel der ehemaligen Kriegsmarine vom Typ Seehund und Molch. An warmen Tagen kann es in den Ausstellungsräumen kühl sein, dann ist langärmlige Kleidung angenehm.

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