Das Kehlsteinhaus auf 1834 Meter Höhe war einst ein Repräsentationsgebäude der Nationalsozialisten und dient heute als Berggasthaus mit Restaurant. Die Anlage wurde 1938 fertiggestellt und ist über eine Spezialbuslinie zu erreichen. Der Zugang selbst verläuft durch einen 124 Meter langen Tunnel im Berg, der zu einem Aufzug aus Messing führt. Dieser originale Fahrstuhl von 1938 bringt Besucher in etwa 40 Sekunden weitere 124 Höhenmeter nach oben zum Gebäude. Der Lift wird täglich poliert, da die vielen Fingerabdrücke der Besucher sichtbare Spuren hinterlassen.
Die Busfahrt vom Parkplatz Obersalzberg zum Kehlsteinhaus dauert etwa 15 Minuten und führt über eine steile Serpentinenstraße. Je nach Andrang fahren die Elektrobusse alle 15 bis 30 Minuten. Das Ticket kostet für Erwachsene rund 30 Euro, Kinder zahlen weniger. Ein Studentenrabatt wird nicht gewährt. Es empfiehlt sich, Tickets vorab online zu kaufen, besonders in der Hauptsaison von Mai bis Oktober, da es vor Ort zu langen Wartezeiten kommen kann.
Oben angekommen bietet sich ein Rundgang durch das Haus an, in dem es eine kleine Ausstellung zur Geschichte gibt. Diese fällt jedoch recht knapp aus, wie manche Besucher anmerken. Im Restaurant werden bayrische Gerichte und Brotzeiten serviert, die Terrasse ist bei schönem Wetter geöffnet. Der Ausblick auf die umliegenden Berge und das Tal ist bei klarer Sicht weitreichend. Wer möchte, kann vom Kehlsteinhaus aus noch zum nahegelegenen Gipfelkreuz wandern.
An sonnigen Tagen und besonders am Wochenende ist das Kehlsteinhaus stark frequentiert. Der Fahrstuhl wird vom Personal voll besetzt, was für Menschen mit Platzangst unangenehm sein kann. Alternativ gibt es einen Fußweg, der in etwa 20 Minuten nach oben führt. Wer den Touristenandrang meiden möchte, sollte die Nebensaison wählen oder auf andere Aussichtspunkte in der Region ausweichen. Die Anlage ist barrierefrei zugänglich, es gibt rollstuhlgerechte Parkplätze und Eingänge.
