Der Keltische Ringwall auf dem Dollberg bei Nonnweiler-Otzenhausen zählt zu den größten Festungsanlagen der Eisenzeit. Die ersten Siedler ließen sich hier bereits um 400 v. Chr. nieder. Nach einer längeren Unterbrechung im 3. Jahrhundert v. Chr. wurde die Anlage ab der Mitte des 2. Jahrhunderts v. Chr. von keltischen Siedlern, den Treverern, wieder instand gesetzt. Im 1. Jahrhundert v. Chr. entstand auf dem Gipfel eine dauerhaft besiedelte Stadt mit Festungsmauer. Der Abschnittswall im Norden war in seiner Blütezeit etwa 18 Meter hoch und 25 Meter breit. Mit der Unterwerfung durch die Römer in der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. gaben die Kelten die Bergfestung auf und siedelten in tieferen Lagen. Die Dimensionen der Anlage sind auch nach über 2000 Jahren noch deutlich sichtbar.
Der Aufstieg vom Parkplatz im Tal zum Plateau dauert bei gemächlichem Tempo etwa 30 bis 45 Minuten. Die Wanderung ist grundsätzlich gut machbar, allerdings gibt es steile Passagen und Felsaufstiege, für die Trittsicherheit erforderlich ist. Wanderschuhe sind klar empfehlenswert. Bei Nässe wird das Hochklettern über die Steine rutschig und sollte vermieden werden. Der Weg ist nicht für Kinderwagen oder Rollstühle geeignet. Mit Kindern ist die Tour jedoch gut zu bewältigen, wenn sie sicher auf den Beinen sind.
Oben angekommen erwarten dich mehrsprachige Infotafeln, die die Geschichte und Bedeutung der Anlage vermitteln. Es gibt eine Schutzhütte, Bänke und Wellenliegen zum Ausruhen sowie eine gute Aussicht. Die bewaldeten Wege rund um die Anlage laden zum Weiterwandern ein. Ein Besuch im nahegelegenen Museum ergänzt den Ausflug sinnvoll, da es zusätzliche Hintergründe zur keltischen Geschichte liefert. Ein neues Besucherzentrum ist in Planung.

