Die Löwenburg im Bergpark Wilhelmshöhe ist keine mittelalterliche Ruine, sondern wurde zwischen 1793 und 1801 von Landgraf Wilhelm IX. bewusst als romantische Burgruine im neugotischen Stil errichtet. Das war damals hochmodern und gilt heute als eines der ersten neugotischen Bauwerke in Deutschland. Von außen wirkt die Anlage täuschend echt mit ihrem dunklen Stein, den Türmen und verwinkelten Strukturen.
Der Innenhof und der Burggarten sind frei zugänglich, ebenso wie ein 15-minütiger Film über die Geschichte der Anlage. Saubere Toiletten und ein Getränkeautomat stehen zur Verfügung. Die Innenräume mit Waffenkammer, Barockzimmern und der Kapelle kannst du nur im Rahmen einer Führung besichtigen, die etwa eine Stunde dauert und auf maximal 15 Personen begrenzt ist. Die Führungen starten zur vollen Stunde.
Die Burg liegt mitten im Wald und wirkt fast märchenhaft, besonders bei Nebel oder Abendlicht. Du kannst sie komplett umrunden und dabei aus verschiedenen Blickwinkeln fotografieren. Die Atmosphäre ist ruhig und leicht mystisch, die Anlage sehr gepflegt und harmonisch in die Natur eingebettet.
