Der Felsvorsprung der Loreley ragt steil über dem Rhein auf und bietet einen weiten Blick auf das Flusstal. Von der Aussichtsplattform aus siehst du rheinaufwärts und rheinabwärts die charakteristische Landschaft mit Weinbergen, engen Flusswindungen und vereinzelten Burgen in der Ferne. Unter dem Felsen befindet sich die Statue der namensgebenden Figur aus der Rheinsage, die allerdings eher unauffällig ausfällt.
Die Anreise funktioniert gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Du fährst mit der Bahn nach St. Goarshausen und nimmst von dort den Bus zur Loreley. Alternativ kannst du nach St. Goar fahren, mit der Fähre übersetzen und dann aufsteigen oder wandern. Wer mit dem Zug das Rheintal entlangfährt, erlebt die Strecke zwischen Koblenz und Wiesbaden, die als eine der landschaftlich schönsten Bahnverbindungen in Deutschland gilt.
Oben am Plateau gibt es neben der Aussichtsplattform auch das Mythos Loreley, ein Besucherzentrum mit Glaskuppel und digitalen Erklärungen zur Sage und zur Region. Für Familien stehen ein Spielplatz und eine Sommerrodelbahn zur Verfügung, außerdem eine Gastronomie. Der Ort dient auch als Veranstaltungsfläche für Konzerte und Events.
Die Loreley ist Start- oder Zwischenpunkt für Wanderungen auf dem Rheinsteig, etwa eine Rundwanderung von rund 14 Kilometern. Unter der Woche ist deutlich weniger los als am Wochenende, was die Atmosphäre entspannter macht. Die Sage vom Echo, das man früher an der Felswand hören konnte, lässt sich heute wegen des Schiffsverkehrs und anderer Geräusche nicht mehr nachvollziehen. Mit Fahrrad oder zu Fuß lässt sich die Gegend gut erkunden, das Rheintal bietet auf beiden Seiten durchgehend Wege und Ortschaften.



