Die weiße Rundfestung auf dem Hügel über Schaffhausen ist frei zugänglich und bietet Blick auf den Rhein und die Stadt. Gebaut zwischen 1563 und 1585, ist der Munot ein seltenes Beispiel für eine spätmittelalterliche Zirkularfestung. Der Zugang erfolgt zu Fuß über Treppen aus der Altstadt, die an Weinbergen vorbeiführen. Alternativ kann man mit dem Auto hinauffahren, wobei gebührenpflichtige Parkplätze in der Nähe vorhanden sind.
Im Inneren der Festung zeigen sich die massiven Kasemattengewölbe und die dicken Mauern. Es ist kühl und dunkel in den Räumen. Der Turm kann bestiegen werden, was einen erweiterten Rundblick ermöglicht. Die gesamte Besichtigung kostet keinen Eintritt. Oben stehen kostenlose Toiletten und Trinkwasser zur Verfügung. Vor der Festung wird im Graben Rotwild gehalten.
Die Festung ist rollstuhlgerecht erreichbar, mit barrierefreiem Eingang, Parkplatz und Sitzgelegenheiten. Für Familien mit Kindern ist das Gelände gut geeignet. Der Munot dient auch als Veranstaltungsstätte, etwa für Konzerte im Innenhof. Täglich läutet der Munotwächter die traditionelle Munotglocke, eine Tradition, die bis heute fortbesteht. Die Wächterwohnung befindet sich auf dem Gelände.
Aus militärischer Sicht weist der Bau allerdings wenige Schießscharten auf, besonders im Norden, wo Angriffe zu erwarten gewesen wären. Der vorgelagerte tiefe Graben mit geschützten Grabenkaponnieren gleicht diese Schwäche nur teilweise aus. Historische Quellen deuten darauf hin, dass bereits ab 1098 eine Befestigungsanlage an dieser Stelle stand. Führungen mit dem Ehemann der Munotwächterin bieten vertieften Einblick in Geschichte und Funktion der Festung. Die hohe Bewertung von 4,7 Sternen bei über 2500 Rezensionen spiegelt die Zufriedenheit der Besucher wider.
