Der Neusiedler See erstreckt sich über 315 Quadratkilometer im burgenländischen Flachland und reicht mit einem Teil bis nach Ungarn. Seine maximale Tiefe beträgt lediglich 1,80 Meter, was ihn zu einem der wenigen großen Steppenseen Europas macht. Das Wasser erwärmt sich in den Sommermonaten schnell, oft auf 25 Grad oder mehr, und bietet gute Bedingungen zum Baden und für Wassersport. Seit 2001 gehört das Gebiet gemeinsam mit dem benachbarten Fertő-See zum UNESCO-Welterbe.
Weite Teile des Ufers sind von einem dichten Schilfgürtel umgeben, der Lebensraum für zahlreiche Vogelarten bietet. Radwege führen rund um den See und ermöglichen es, die flache Landschaft und die Weinberge am Uferrand zu erkunden. Besonders das Mikroklima mit vielen Sonnenstunden begünstigt den Weinanbau in der Region. Neben Radtouren sind auch Wanderungen und Spaziergänge entlang des Sees möglich, im Winter nutzen manche die gefrorenen Flächen zum Eislaufen.
Nicht alle Uferbereiche sind frei zugänglich. An einigen Stellen wird Eintritt verlangt, und manche Freiflächen sind nur gegen Bezahlung nutzbar. Hunde sind an vielen Badeplätzen nicht erlaubt. In den Hochsommermonaten treten vermehrt Mücken auf, was bei der Planung bedacht werden sollte. Einige Besucher berichten zudem, dass der See an manchen Stellen unsauber wirkt und zu beliebten Zeiten stark besucht ist.
Die öffentliche Verkehrsanbindung ist teils umständlich, weshalb eine Anreise mit dem Auto oder Fahrrad praktischer sein kann. Sonnenuntergänge über dem See gelten als besonders sehenswert und werden in vielen Rezensionen erwähnt. Der See eignet sich gut für einen Tagesausflug, bei dem du die flache Wasserlandschaft, die Vogelwelt und die umliegenden Weinberge kennenlernen kannst.

