Der Ottofelsen ist eine Granitklippe im Harz, die du über steile Steigleitern erklimmst. Die Leitern sind schmal und führen ohne Sicherung nach oben, du solltest also schwindelfrei sein und dich gut festhalten. Wer Höhenangst hat, kommt hier an seine Grenzen, viele berichten aber, dass der Aufstieg trotzdem zu schaffen ist.
Oben angekommen hast du einen weiten Blick über den östlichen Oberharz. Bei guter Sicht siehst du den Brocken, das Schloss und die Stadt Wernigerode sowie das Flachland dahinter. Der Fernblick ist vor allem deshalb möglich, weil ringsum der Wald fehlt. Die Gegend ist karg, das Baumsterben hat die Landschaft verändert. Dafür wächst jetzt eine Vielfalt an Pflanzen nach, die die alte Monokultur ersetzt. Diese Entwicklung lässt sich vom Felsen aus gut beobachten.
Der Ottofelsen liegt an einer Wanderroute und wird oft mit einem Abstecher zur Steinernen Renne kombiniert. Viele starten in Drei Annen Hohne und wandern von dort aus. Der Weg ist stellenweise steil und anspruchsvoll, aber nicht besonders schwer. Die Ausschilderung zum Aufstieg wird allerdings als schlecht beschrieben, du solltest also vorher eine Karte oder eine Navigations-App parat haben.
Einige Rezensionen empfehlen, nicht den direkten Hauptweg vom Parkplatz zu nehmen, sondern die kleinen Seitenwege zu erkunden. Dort findest du weitere Felsformationen und Aussichten, die weniger bekannt sind. Der Ottofelsen ist Teil des Harzer Wandernadel-Systems und trägt die Nummer 27. Für Kinder ist der Felsen geeignet, sofern sie höhenfest sind und die Leitern bewältigen können.

