Der Petersberg erhebt sich als markanter Hügel am Stadtrand von Erfurt und bietet einen weiten Blick über die Altstadt und das Umland. Auf dem Plateau steht die Zitadelle Petersberg, eine der größten und besterhaltenen barocken Stadtfestungen Mitteleuropas. Die Anlage aus dem 17. Jahrhundert umfasst mehrere Bastionen, unterirdische Gänge und weitläufige Kasematten, die bei Führungen zugänglich sind. Der Weg nach oben führt entweder über Treppen oder eine befestigte Straße, die sich in Serpentinen den Hang hinaufwindet.
Die Zitadelle ist frei zugänglich, die Außenanlagen können ganzjährig erkundet werden. Wer die unterirdischen Bereiche besichtigen möchte, bucht eine der regelmäßig angebotenen Führungen, die etwa eine Stunde dauern und durch die Gewölbe und Verteidigungsgänge führen. In den Sommermonaten finden auf dem Gelände kulturelle Veranstaltungen statt, von Konzerten bis zu historischen Märkten. Die Gebäude der ehemaligen Militäranlage beherbergen heute Ateliers, kleine Ausstellungsräume und eine Gedenkstätte zur Geschichte des Ortes.
Der Aufstieg ist moderat und dauert zu Fuß etwa 15 bis 20 Minuten. Die Wege sind überwiegend befestigt, können aber bei Nässe rutschig sein. Kinderwagen lassen sich über die Straße schieben, für die Treppen braucht es etwas Kraft. Oben angekommen, breitet sich die Aussicht über die Türme der Erfurter Kirchen, die Dächer der Innenstadt und bei klarer Sicht bis zum Thüringer Wald aus. Bänke und offene Rasenflächen laden zum Verweilen ein, schattige Plätze sind an heißen Tagen allerdings begrenzt.
Für Familien ist das weitläufige Gelände gut geeignet, Kinder können sich auf den Wiesen bewegen, während die Kasematten bei schlechtem Wetter eine geschützte Alternative bieten. Ein kleines Café am oberen Rand sorgt für Verpflegung. Die Zitadelle liegt etwa zwei Kilometer vom Erfurter Hauptbahnhof entfernt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß erreichbar. Parkplätze befinden sich am Fuß des Berges.



