Auf dem Pfingstberg steht das Belvedere, ein Schloss mit klassizistischen Türmen und Arkadengängen, das an ein römisches Castell erinnert. Die Anlage gehört zum Ensemble der Potsdamer Schlösser und Gärten und befindet sich nördlich des Neuen Gartens auf der höchsten Erhebung westlich der Havel. Mit 76 Metern bietet der Hügel eine Aussicht über Potsdam und bei klarem Wetter bis nach Berlin. Die beiden Türme erreichst du über Wendeltreppen, die teilweise eng und steil sind. Mehrere Treppen sind zu bewältigen, bis du die höchste Plattform erreichst.
Das Gebäude wurde im 19. Jahrhundert errichtet und nach 1945 dem Verfall überlassen. Ein Verein hat die Anlage vollständig saniert, heute kann sie besichtigt werden. Eine kleine Ausstellung im Inneren informiert über die Baugeschichte und die sogenannte Siedlung Nr. 7. Die Präsentation ist gut aufbereitet und bietet einen Einblick in die Historie des Ortes. Neben der Aussicht von den Türmen lohnen sich auch die verschiedenen Ein- und Ausblicke innerhalb der Anlage.
Der Aufstieg zum Pfingstberg führt über gut befestigte Wege durch bewaldetes Gelände. Außerhalb der Hauptsaison ist die Anlage ruhiger, im Sommer finden hier Kulturveranstaltungen und Konzerte statt. Bei Veranstaltungen wie der Mondnacht bietet das Belvedere ein zusätzliches Ambiente. Das Gebäude kann auch für Trauungen genutzt werden. Die Toiletten befinden sich außerhalb des Ticketbereichs und sind frei zugänglich.
Das Belvedere gehört nicht zu den klassischen Stationen bei einem Potsdam-Besuch, ist aber durch die Kombination aus Architektur, Ausstellung und Aussicht einen Abstecher wert. An einem Samstagnachmittag im Juli gab es keine Wartezeit, eine Reservierung ist nicht notwendig. Der Eintritt beträgt 8 Euro.



