Über 130 Räume ziehen sich durch das größte Stadtschloss Deutschlands, das mehr als 400 Jahre lang als Wohn- und Regierungssitz der bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige diente. Der Rundgang führt durch verschiedene Epochen, von der Renaissance bis zum Klassizismus, und zeigt originale Innenausstattung und Kunstwerke aus der Zeit der Wittelsbacher. Das fast 66 Meter lange Antiquarium gilt als prächtiger Renaissance-Saal nördlich der Alpen und zählt zu den ältesten Teilen der Anlage. Die Königssäle im klassizistischen Stil wurden unter Ludwig I. gestaltet und zeigen den Luxus der späteren Epochen.
Die Schatzkammer ist separat zugänglich und nach Epochen gegliedert. Hier sind Juwelen, Kronen und prunkvolle Kreuze ausgestellt, die einen guten geschichtlichen Überblick bieten. Der Eintrittspreis liegt bei 15 Euro für Erwachsene, wenn du sowohl die Residenz als auch die Schatzkammer besichtigen möchtest. Wer nur das Residenzmuseum besucht, zahlt weniger. Vor Ort gibt es Informationstafeln in den Räumen, ausführlichere Details liefert ein Audioguide, der zusätzlich erhältlich ist.
Für den Besuch solltest du mehrere Stunden einplanen. Manche Besucher berichten von drei Stunden Aufenthalt, um alles in Ruhe anzusehen. Die Beleuchtung ist in einigen Bereichen schwach, was das Lesen von Beschriftungen erschweren kann. Ein weiterer Hinweis betrifft fehlende Pausenmöglichkeiten: Es gibt kein Café im Museum, in dem du dich zwischendurch ausruhen kannst. Der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wird nur in einem kleinen Raum thematisiert, was für geschichtlich Interessierte etwas knapp ausfallen kann.
Die Anlage umfasst mehrere Höfe, darunter der Grottenhof mit seiner Muschelwand. Das Parken ist vor Ort kostenfrei möglich, was den Besuch mit Familie oder bei schlechtem Wetter erleichtert. Bezahlen kannst du mit Debit- und Kreditkarten sowie mobil per NFC.
