Die Residenz zu Salzburg war über Jahrhunderte der prachtvolle Amts- und Wohnsitz der Salzburger Fürsterzbischöfe. Heute kannst du hier die barock-klassizistischen Prunkräume besichtigen, die eindrucksvoll zeigen, wie die geistlichen Landesherren lebten und regierten. Das Palastmuseum ist Teil des 2014 eröffneten DomQuartiers, eines zusammenhängenden Museums- und Sammlungskomplexes, der mehrere historische Gebäude rund um den Dom verbindet.
Die Prunkräume der Residenz sind das eigentliche Herzstück des Rundgangs. Hier erwarten dich repräsentative Säle mit aufwendigen Deckenmalereien, die besonders detailreich gearbeitet sind und die Macht und den Kunstsinn der Fürsterzbischöfe widerspiegeln. Die Räume dienten nicht nur dem Wohnen, sondern vor allem der Repräsentation und Machtdemonstration. Bis heute werden einzelne Säle, etwa der Carabinierisaal, für Veranstaltungen genutzt, sodass du die historischen Räumlichkeiten auch im Rahmen von Konzerten oder Ausstellungen erleben kannst.
Ein wesentlicher Bestandteil der Residenz ist die Residenzgalerie, die mittlerweile über 100 Jahre alt ist. Sie zeigt eine beachtliche Sammlung europäischer Malerei aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Zu den Highlights zählen Werke von Rembrandt, Rubens, Bruegel, Boucher und Giordano. Die Gemäldegalerie mag nicht zur absoluten Weltspitze gehören, bietet aber eine sehenswerte Zusammenstellung bedeutender Künstler und lohnt sich besonders für Interessierte an europäischer Barockmalerei und niederländischer Kunst des 17. Jahrhunderts.
Das DomQuartier, zu dem die Residenz gehört, führt dich auf einem durchgehenden Rundgang über drei Ebenen. Du besuchst nicht nur die Prunkräume und die Residenzgalerie, sondern auch das Dommuseum mit dem wertvollen Domschatz. Zu den herausragenden Exponaten gehören das Rupertuskreuz und eine Hostientaube aus Limoges. Der Rundgang bietet zudem spektakuläre Ausblicke von der Dombogenterrasse und führt dich auf die imposante Orgelempore des Salzburger Doms. Für den gesamten Parcours solltest du mindestens zwei bis drei Stunden einplanen, bei intensiver Betrachtung der umfangreichen Exponate können es auch vier Stunden werden.
