Der Röthbachwasserfall stürzt 470 Meter in die Tiefe und ist damit der höchste Wasserfall Deutschlands. Er liegt im Nationalpark Berchtesgaden und lässt sich nur über eine Kombination aus Schifffahrt und Wanderung erreichen. Die Tour beginnt mit der Bootsfahrt von Schönau über den Königssee bis zur Anlegestelle Salet, die etwa 45 Minuten dauert. Von dort führt ein gut begehbarer Weg in rund 15 Minuten zum Obersee.
Der anspruchsvollere Teil der Wanderung beginnt am Obersee. Der Pfad verläuft rechts am Seeufer entlang und führt über Felsstufen und teils steile, alpine Passagen zur Fischunkelalm. Für diese Strecke benötigst du Trittsicherheit und festes Schuhwerk, da der Untergrund stellenweise steinig und ausgesetzt ist. Bis zur Fischunkelalm dauert die Wanderung vom Obersee aus etwa eine Stunde. Von der Alm aus sind es weitere 30 Minuten bis zu einer Infotafel, von der aus du den Wasserfall in voller Größe sehen kannst. Insgesamt solltest du für den Hinweg rund 2,5 bis 3 Stunden einplanen, je nach Kondition.
Wer noch näher an den Wasserfall heran möchte, muss über steiles, rutschiges Gelände klettern. Dieser Abschnitt verläuft über Bäume, Steine und unebenen Boden und ist nur für geübte Wanderer mit entsprechender Ausrüstung geeignet. Gerade beim Abstieg besteht erhöhte Rutschgefahr. Die besten Aussichten auf den Wasserfall hast du von den Wiesen in der Nähe der Fischunkelalm aus, ohne die letzten steilen Meter in Kauf nehmen zu müssen.
Die Wassermenge variiert je nach Jahreszeit und Witterung. Bei Trockenheit kann der Fall deutlich weniger Wasser führen. Im Sommer kann die Wanderung durch die Hitze anstrengender werden, dafür ist der Weg am frühen Morgen mit dem ersten Boot noch ruhiger. Direkt neben dem Röthbachfall liegt übrigens der zweithöchste Wasserfall Deutschlands. Für die gesamte Tour inklusive Rückweg und Pausen solltest du einen ganzen Tag einplanen.
