In den ehemaligen Industriehallen der Phoenix-Werke in Harburg zeigt die Sammlung Falckenberg zeitgenössische Kunst. Die großen Räume eignen sich besonders für großformatige Installationen und Werke, die mit ungewöhnlichen Perspektiven arbeiten. Die Fabrikarchitektur selbst bildet einen eigenen Rahmen für die ausgestellten Arbeiten.
Die Sammlung umfasst einen vielfältigen Mix aus moderner Kunst und wechselnden Ausstellungen. Viele Werke greifen aktuelle gesellschaftliche Themen auf und fordern bewusst heraus, statt fertige Antworten zu liefern. Einige Arbeiten setzen auf Humor oder Irritation, andere auf soziologische Bezüge zur westlichen Gesellschaft des 20. Jahrhunderts. Wer sich darauf einlässt, findet hier Kunst, die zum Nachdenken anregt. Zu den Ausstellungen gehören auch großformatige Zeichnungen und Arbeiten von Künstlern wie Cindy Sherman oder Ralf Ziervogel.
Die Führungen durch die Sammlung sind sachkundig und vermitteln nicht nur Fakten, sondern auch Hintergründe und Zusammenhänge zu den Werken. Das Personal ist freundlich und hilft bei Fragen weiter. Die Mitarbeiter zeigen sich aufmerksam und sind bereit, Einblicke in die Ausstellung zu teilen. Eine Führung lohnt sich, weil sie den Zugang zur oft komplexen Kunst erleichtert.
Am Wochenende kannst du die Sammlung kostenlos besuchen. Der Weg nach Harburg ist etwas weiter, aber für Kunstinteressierte lohnt sich der Ausflug. Die einzelnen Ausstellungen wechseln regelmäßig, sodass sich auch wiederholte Besuche anbieten. Manche Ausstellungen treffen nicht jeden Geschmack, aber die Räume und die Bandbreite der Sammlung machen den Besuch trotzdem interessant. Von außen wirkt das Gebäude eher unscheinbar, entfaltet innen aber eine eigene Atmosphäre.


