Das Bergedorf Museum befindet sich im einzigen erhaltenen Schloss auf Hamburger Stadtgebiet. Die Dauerausstellung zeigt die Geschichte der Region und ist modern gestaltet, mit interaktiven Stationen zum Mitmachen, Ausprobieren und Hören. Die Präsentation ist kompakt aufgebaut und strukturiert, sodass man ohne Überforderung durch die Räume kommt. Die Inhalte sind klar vermittelt, allerdings eher handverlesen – einige Besucher vermissen Objekte zur regionalen Kleidung und zum überregional bekannten Schmuck der Gegend.
Der Rundgang erstreckt sich über das Erdgeschoss und den ersten Stock. Zugang zum Schlossturm gibt es nicht, sodass eine Aussicht von oben nicht möglich ist. Man ist relativ schnell durch die Ausstellung, was jedoch nicht negativ auffällt, da der Umfang gut zu einem kürzeren Besuch passt. Neben der Dauerausstellung werden wechselnde Ausstellungen angeboten. Das Schloss selbst ist mittelalterlich und mit historischen Möbeln ausgestattet, was zum Gesamteindruck beiträgt.
Das Gebäude liegt zentral in Bergedorf, umgeben von einem Wassergraben und einer denkmalgeschützten Parkanlage. Der Park ist weitläufig, gepflegt und eignet sich für einen Spaziergang vor oder nach dem Museumsbesuch. Schloss und Park sind weitgehend barrierefrei zugänglich. Für Kinder gibt es Ermäßigungen, kinderfreundliche Aktivitäten und einen Wickeltisch. Das Museum bietet auch Führungen an, die Geschichte lebendiger vermitteln.
Wer ein Kombiticket mit dem Rieck Haus nutzen möchte, sollte vorab die Öffnungszeiten beider Standorte prüfen, da das Rieck Haus saisonal geschlossen sein kann. Parkplätze in der Nähe sind gebührenpflichtig. Ein Besuch lohnt sich auch ohne Museumsbesichtigung, wenn man nur die Außenanlage und den Park erleben möchte.
