Schloss Gottlieben steht direkt am Ufer des Seerheins in der gleichnamigen Schweizer Gemeinde unweit von Konstanz. Das Wasserschloss prägt mit seinem markanten gelben Anstrich und den Treppengiebeln die Silhouette des kleinen Ortes. Ursprünglich im 13. Jahrhundert als bischöfliche Residenz errichtet, diente es später als Gefängnis und beherbergte prominente Häftlinge. Jan Hus, der böhmische Reformator, war hier im Jahr 1415 vor dem Konzil von Konstanz inhaftiert, ebenso Papst Johannes XXIII. im gleichen Jahr.
Das Schloss ist heute in Privatbesitz und beherbergt ein Hotel sowie ein Restaurant. Die historischen Räume und die Lage direkt am Wasser machen es zu einem Anziehungspunkt für Gäste, die in den alten Mauern übernachten oder speisen möchten. Eine Besichtigung der Innenräume ist nur für Hotelgäste und Restaurantbesucher möglich, öffentliche Führungen gibt es nicht. Von außen lässt sich das Schloss jedoch gut betrachten, besonders vom Uferweg aus oder vom Wasser her bei einer Bootsfahrt auf dem Seerhein.
Der Ort Gottlieben selbst ist klein und beschaulich, die Dorfstraße führt direkt am Schloss vorbei. Ein Spaziergang entlang des Ufers bietet Ausblicke auf den Seerhein und die umliegende Landschaft. Die Nähe zu Konstanz macht Gottlieben zu einem Ziel für einen kurzen Abstecher, etwa im Rahmen einer Radtour entlang des Bodensees. Der Weg vom deutschen Ufer über die Grenze nach Gottlieben ist gut ausgeschildert und führt durch flaches Gelände.
Wer das Schloss von innen sehen möchte, muss im Restaurant einen Tisch reservieren oder eine Übernachtung buchen. Die Preise entsprechen dem gehobenen Standard. Parkplätze im Dorf sind begrenzt, vor allem an Wochenenden kann es eng werden. Eine Anreise mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln ist deshalb praktischer. Die Bushaltestelle liegt wenige Gehminuten vom Schloss entfernt.



