Schloss Herberstein thront seit dem 13. Jahrhundert im Feistritztal und gehört zu den besterhaltenen historischen Burganlagen der Steiermark. Die Anlage blieb im Zweiten Weltkrieg unbeschädigt und präsentiert sich heute als architektonisches Ensemble aus Gotik, Renaissance und Barock. Du betrittst eine Wehranlage mit Burggraben, Kanonenturm und Glockenturm, die über die Jahrhunderte kontinuierlich erweitert und umgestaltet wurde.
Das Schloss kannst du ausschließlich im Rahmen einer Führung besichtigen. Die Guides nehmen dich mit durch prunkvolle Säle, den Rittersaal und die gotische Kapelle. Die Führungen finden in kleinen Gruppen statt und vermitteln fundiert die Geschichte der Adelsfamilie Herberstein und des Gebäudes. Du erfährst Details über das Leben im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, die Architektur der einzelnen Bauabschnitte und die Rolle der Burg in der Region. Die atmosphärischen Räume lassen die vergangenen Jahrhunderte spürbar werden.
Rund um das Schloss erstrecken sich historische Gartenanlagen, die zum Spazieren einladen. Diese Parks sind sorgfältig gepflegt und bieten einen ruhigen Kontrast zur massiven Burgarchitektur. Die romantische Kulisse im Feistritztal mit der umgebenden Natur macht den Besuch zu einem ästhetischen Erlebnis. Das gesamte Areal ist hügelig angelegt, mit Steigungen zwischen 11 und 20 Prozent auf manchen Abschnitten, was du bei der Planung berücksichtigen solltest.
Ein besonderes Merkmal von Schloss Herberstein ist die Kombination mit dem angeschlossenen Tierpark. Der Eintritt zum Schloss ist im Ticket für den Tierpark enthalten, sodass du beide Attraktionen an einem Tag erleben kannst. Der Zoo ist großzügig angelegt und bekannt für artgerechte Tierhaltung. Die Gehege sind weitläufig, was bedeutet, dass sich manche Tiere auch mal zurückziehen. Pfauen bewegen sich frei auf dem Gelände und fliegen über die Wege, was besonders Kinder fasziniert. Die Verbindung von Kulturerbe und Naturerlebnis macht Herberstein zu einem vielseitigen Ausflugsziel.
