Schloss Kyburg liegt auf einem Hügel über dem Töss-Tal im Kanton Zürich, etwa acht Kilometer östlich von Winterthur. Die Anlage gehört zu den bedeutendsten Burgen der Schweiz und ist seit dem 11. Jahrhundert nachweisbar. Heute beherbergt sie ein Museum, das die Geschichte der Burg und das Leben im Mittelalter zeigt.
Der Rundgang führt durch verschiedene Räume und Gebäudeteile. Du durchquerst den Rittersaal mit seinen alten Holzbalken, besichtigst die Burgkapelle und steigst auf den Bergfried. Von dort oben hast du Aussicht auf das Umland und die nahen Hügel. Die Waffenkammer zeigt Rüstungen und Waffen aus verschiedenen Epochen, in der Folterkammer sind historische Folterinstrumente ausgestellt. Weitere Räume widmen sich dem Alltag auf der Burg, darunter eine historische Küche und Wohnräume.
Das Museum ist interaktiv gestaltet. An mehreren Stationen kannst du Gegenstände anfassen oder ausprobieren, was vor allem für Kinder interessant ist. Es gibt Audioguides und Informationstafeln in Deutsch, die die einzelnen Räume erklären. Der gesamte Rundgang dauert etwa eineinhalb bis zwei Stunden, je nachdem wie intensiv du dich mit den Ausstellungen beschäftigst.
Die Burg ist nicht vollständig barrierefrei. Viele Bereiche erreichst du nur über steile Treppen und schmale Durchgänge, was für Personen mit eingeschränkter Mobilität oder mit Kinderwagen schwierig sein kann. Im Sommer kann es in den oberen Stockwerken warm werden, da die alten Gemäuer wenig Kühlung bieten.
Zum Schloss gehört auch ein kleines Café im Burghof, das Getränke und Snacks anbietet. Parkmöglichkeiten gibt es direkt unterhalb der Burg, von dort sind es noch etwa fünf Minuten Fußweg bergauf. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreist, nimmt ab Winterthur den Bus bis zur Haltestelle Kyburg und geht von dort rund zehn Minuten zur Burg. An Wochenenden und in den Schulferien kann es voller werden, unter der Woche ist der Besuch meist ruhiger.

