Herzog Friedrich Wilhelm I. ließ im 18. Jahrhundert ein Barockschloss errichten, das mit seiner Pracht durchaus mit größeren Vorbildern mithalten wollte. Der Ostflügel ist nach langen Renovierungsarbeiten vollständig restauriert und zeigt unter anderem den großen Festsaal mit Spiegeln, Kronleuchtern und Spiegelleuchtern. Dazu kommen mehrere farbenprächtige Zimmer, darunter das Chinesische, das Rote und das Gelbe Zimmer. Der Westflügel soll 2026 fertiggestellt werden und dann über 30 Räume zugänglich machen.
Die Ausstellung umfasst antike Möbel, Dekorationen aus Pappmaché und eine Sammlung von Gemälden und alten Waffen. Für Kinder gibt es allerdings wenig Interaktives, die Ausstellung richtet sich eher an Erwachsene mit Interesse an historischer Innenausstattung. Einige Exponate sind mit der Einschränkung versehen, dass die Herkunft nur vermutet wird. Wer sich für die Geschichte des Schlosses interessiert, findet kurze Dokumentationen, die den Kontext gut vermitteln. Führungen dauern etwa zwei Stunden und lohnen sich, um Details zur Restaurierung und zur höfischen Nutzung zu erfahren.
Der Schlosspark ist weitläufig und im englischen Stil angelegt. Alte Bäume, Teiche und Springbrunnen bieten Raum für lange Spaziergänge. Im Park steht auch das Louisen-Mausoleum, das besichtigt werden kann. Am ersten August-Wochenende findet das „kleine Fest im großen Park" statt, eine Veranstaltung, die sich für einen Besuch im Sommer anbietet. Das Schlosscafé liegt direkt am Schloss und eignet sich für eine Pause nach der Besichtigung.
Das Schloss ist barrierefrei zugänglich, allerdings gab es Berichte über Probleme mit dem Fahrstuhl. Ein Wohnmobilstellplatz ist in der Nähe vorhanden. Von Berlin oder Hamburg aus ist Ludwigslust gut als Tagesausflug erreichbar. Bezahlung ist auch mit Debitkarte und mobil per NFC möglich.



