Das Schloss Pruntrut ist heute Sitz von Polizei, Bezirksgericht und Verwaltung, doch einige Bereiche bleiben Besuchern zugänglich. Im Zentrum steht der Turm aus dem 14. Jahrhundert, den du kostenlos besteigen kannst. Von oben bietet sich ein Rundumblick auf die Stadt und die Umgebung, allerdings berichten Besucher immer wieder von verschmutzten Fensterscheiben und engmaschigen Drahtgittern zum Taubenschutz, die klare Fotos oder freie Sicht erschweren. Die Pflege lässt an diesen Stellen zu wünschen übrig.
In der Schlosskapelle läuft ein Film, der die Geschichte der Festung, ihre Entwicklung und ihre Bedeutung nachvollziehbar erklärt. Er ist gut gemacht und vermittelt kompakt das Wichtigste über die Anlage. Wer mehr sehen möchte, kann sich für eine Führung mit Schlüssel anmelden, die auch den Zugang zum Kerker ermöglicht. Die regulären Residenzräume sind durch die Behörden belegt und bleiben für Besucher gesperrt.
Das Gelände selbst ist gepflegt und über zwei verschiedene Zugänge erreichbar. Die Lage über der Altstadt sorgt für eine angenehme Atmosphäre, und gerade an ruhigen Wochentagen ist wenig Betrieb. An Wochenenden kann es vorkommen, dass die Gebäude geschlossen sind, dann bleibt nur der Aussenbereich und der Blick auf die Stadt zugänglich.
Der Eintritt ist frei, die Anlage ist rollstuhlgerecht erschlossen. Wer mit dem Auto kommt, findet Parkplätze in unmittelbarer Nähe. Hinter dem Schloss gibt es einen Stellplatz, der unter der Woche zwischen 17 und 7 Uhr erlaubt ist. Das Schloss ist kinderfreundlich, der Turm stellt jedoch für kleinere Kinder eine gewisse Herausforderung dar. Wer mehr als einen Blick von außen möchte, sollte sich vorab über Öffnungszeiten der Innenräume und Führungsangebote informieren.

