Das mittelalterliche Schloss liegt auf einer Halbinsel direkt über dem Thunersee, umgeben von Weinreben und einem Park. Die Geschichte der Anlage reicht über 1000 Jahre zurück, wobei Ursprünge im 10. Jahrhundert liegen und Erweiterungen bis ins 17. Jahrhundert erfolgten. Ursprünglich gehörte die Burg den Freiherren von Strättligen, ab 1338 ging sie an die Familie Bubenberg über. Seit 1927 verwaltet die Stiftung Schloss Spiez die Anlage.
Im Inneren des Schlosses führt der Rundgang durch verschiedene Epochen und zeigt das Leben der Bewohnerfamilien. Die Ausstellung ist modern und interaktiv gestaltet, ohne dabei den historischen Charakter zu verlieren. Die Räume sind restauriert und vermitteln ein greifbares Bild der Vergangenheit.
Der 39 Meter hohe Wehrturm kann bestiegen werden. Die Treppen sind steil und anstrengend, aber der Ausblick vom Turm auf den Thunersee, die Spiezer Bucht, den Niesen und die umliegenden Berge lohnt sich. Die Aussicht ist vor allem morgens besonders klar.
Neben dem Schloss steht die Schlosskirche aus dem 11. Jahrhundert. Hier liegt Sigmund von Erlach begraben. Eine Statue von Adrian von Bubenberg, dem Verteidiger von Murten, erinnert an die historische Bedeutung der Familie. Der umgebende Schlosspark und die Weinberge laden zum Spazieren ein. Im Schlosshof gibt es ein Café.
Das Außengelände ist jederzeit kostenlos zugänglich, während die Museumssaison vom 1. Mai bis 31. Oktober läuft. Der Zugang zum Schlosshof ist fast ganzjährig möglich. Die Anlage ist gut erschlossen, mit rollstuhlgerechtem Eingang und Parkplatz. In der Nähe befindet sich ein Spielplatz für Kinder. Das Schloss liegt direkt am Hafen und Fähranleger, von dort aus kann man eine Wanderung zum Faulensee starten. Trotz seiner Bekanntheit und touristischen Erschließung bleibt der Ort relativ ruhig. Die Zahlung ist mit Debit- und Kreditkarten sowie mobilen Zahlungen möglich.
