Das Schloss Werdenberg liegt auf einem Hügel über dem gleichnamigen Städtchen, dessen historische Holzhäuser und ein kleiner See die Umgebung prägen. Der Aufstieg zum Schloss führt über zwei Wege, die beide gut zu bewältigen sind. Vom Hügel aus hat man einen weiten Blick über die Gegend und den See, der sich als Fotomotiv anbietet.
Im Inneren des Schlosses befindet sich ein Museum, das mit ungewöhnlicher Ausstellungstechnik arbeitet. Die Animationen und technischen Installationen heben sich von üblichen Museumsdarstellungen ab und machen den Besuch auch für Besucher interessant, die sonst weniger für historische Ausstellungen übrig haben. Ein originales Doktorzimmer zeigt Einrichtung aus früherer Zeit, der übrige Teil der Ausstellung setzt eher auf moderne Vermittlungsformate als auf komplett möblierte Räume.
Rund um den See verläuft ein kurzer Spazierweg, den man in etwa 20 Minuten umrundet. Viele Besucher bleiben unterwegs stehen, weil sich immer wieder neue Perspektiven auf das Städtchen und das Schloss eröffnen. Der Klangweg in der Umgebung ist ebenfalls kurz, bietet aber eine zusätzliche Abwechslung. Auf dem Weg zum Schloss passiert man eine Unterführung, die zum historischen Ambiente des Ortes beiträgt.
Neben dem Schlossmuseum gibt es im Städtchen ein weiteres Museum im sogenannten Schlangenhaus. Mehrere Restaurants und ein kleines Bistro sind vorhanden. Die Anlage ist gut erhalten, kinderfreundlich und bietet barrierefreie Parkplätze sowie ein rollstuhlgerechtes WC. Zur Weihnachtszeit ist der Besucherandrang gering, was ruhige Besichtigungen ermöglicht. Im Schloss selbst wird ein hauseigenes Bier angeboten. Gelegentlich finden Veranstaltungen wie Mittelaltermärkte statt, die das historische Flair noch verstärken.



