Das Schneekopfmoor liegt an einem der höchsten Punkte des Thüringer Waldes und zählt zu den gut erhaltenen Hochmooren der Region. Die typische urglasförmige Form ist deutlich zu erkennen, und hier wachsen seltene Pflanzen, die an die besonderen Bedingungen eines Moores angepasst sind. Mehrere Wege führen durch das Gebiet und bieten Ausblicke in die Umgebung, die bei klarem Wetter bis weit in die Ferne reichen. Ob sich ein Besuch lohnt, hängt stark vom Wetter ab. Bei Sonne und guter Sicht zeigt sich die Landschaft von ihrer besten Seite, aber auch bei Nebel hat die Gegend ihren eigenen Reiz.
Vom nahegelegenen Ausgangspunkt Schmücke sind es etwa zwei Kilometer zum Schneekopf, eine Strecke, die auch mit Kindern gut zu bewältigen ist. Das Wegenetz ist gut ausgebaut, und im Winter gibt es Langlaufstrecken, die durch den verschneiten Wald führen. Die Spuren des Klimawandels sind allerdings sichtbar. Trockenheit und Borkenkäferbefall haben dem Wald zugesetzt, und das prägt stellenweise das Bild der Landschaft.
Auf dem Berg stand früher ein Horchposten der Sowjetarmee, was dem Ort eine besondere geschichtliche Note verleiht. Heute gibt es eine Gaststätte in der Nähe, die für ihr Essen und besonders für den Kuchen gelobt wird. Die Bedienung ist freundlich, und viele Besucher kehren hier gerne ein. Allerdings gibt es direkt am Moor selbst keine Bänke oder Rastmöglichkeiten, was manche als Nachteil empfinden. Wer eine Pause einlegen möchte, sollte sich darauf einstellen, dass es außer der Gaststätte kaum Infrastruktur gibt.
Die Gegend ist oft ruhig, und du triffst hier nicht auf große Menschenmengen. Das macht den Ort zu einem guten Ziel für alle, die Stille und Natur suchen. Einige der Fotos, die online kursieren, zeigen allerdings nicht das tatsächliche Schneekopfmoor, sondern andere Orte in der Umgebung.


