Der Silvretta-Stausee liegt auf der Bielerhöhe und bietet einen Rundweg von etwa sechs bis sieben Kilometern. Die Strecke führt vorbei an zwei Staumauern, einem Damm und einem Wasserfall. Der Weg ist größtenteils flach und auch für ältere Wanderer gut machbar, direkt nach dem Start am großen Parkplatz steigen jedoch einige Höhenmeter an, die mit Kinderwagen anstrengend sein können. Die Rückseite des Sees verläuft dagegen ohne nennenswerte Steigungen.
Kurz nach dem Verlassen der Staumauer durchquerst du einen Tunnel, der mit Lichtinstallationen und klassischer Musik gestaltet ist. Dieser Abschnitt wird in den Rezensionen häufig erwähnt und wirkt besonders bei wenigen Besuchern ruhig und ungewöhnlich. Das Wasser des Stausees hat eine türkisblaue Färbung, an einzelnen Stellen kannst du auch ans Ufer gehen. Wie bei den meisten Bergseen ist das Wasser allerdings sehr kalt.
Die Umgebung ist barrierefrei zugänglich, es gibt eine Aussichtsplattform. Im Hintergrund sind mehrere Gipfel zu sehen, darunter der Piz Buin. Sonnenschutz ist bei gutem Wetter wichtig, da es auf dem Rundweg kaum Schattenplätze gibt. Tagsüber kann es voll werden, gegen Abend lässt der Andrang nach. Wer früh morgens kommt, erlebt den See deutlich ruhiger. Einige Besucher nutzen den Ort auch für Übernachtungen mit dem Wohnmobil auf dem Parkplatz.
An der Staumauer besteht die Möglichkeit zu klettern, dafür ist eine vorherige Anmeldung nötig. Gegenüber befindet sich ein Hotel mit Gastronomieangebot. In der Vergangenheit kam es aufgrund von Erdrutschen zu Straßensperrungen, die Strecke wurde zeitweise zur Einbahnstraße. In solchen Phasen entfiel die Mautpflicht. Der Wasserstand des Sees kann schwanken, bei niedrigem Pegel wirkt die Landschaft anders als bei Vollstau.
