Der Staubbachfall stürzt aus einem Hängetal 297 Meter in die Tiefe und gehört zu den höchsten freifallenden Wasserfällen der Schweiz. Der Blick von weitem zeigt das Wasser, das je nach Windverhältnissen wie feiner Staub zerstäubt und dem Fall seinen Namen gibt. Von Lauterbrunnen aus sind es nur wenige Gehminuten bis zum Fuß des Wasserfalls, der bereits vom Ort aus gut sichtbar ist und die Silhouette des Tals prägt.
Vom Dorf aus führen Stufen hinauf zu einer Aussichtsplattform, von der aus man den unteren Teil des Wasserfalls aus nächster Nähe betrachten kann. Der Aufstieg ist kostenlos und bietet zusätzlich einen guten Blick auf Lauterbrunnen und das Tal. Allerdings kann es oben bei größerem Andrang eng werden, und an den Treppen musst du mit Wartezeiten rechnen, besonders in der Hochsaison. Eine Besonderheit ist, dass du hinter den Wasserfall gehen kannst.
Die Wassermenge schwankt erheblich mit der Jahreszeit. Im Sommer kann es vorkommen, dass der Fall nur wenig Wasser führt oder stellenweise ganz austrocknet. Wer den Wasserfall in voller Pracht sehen möchte, sollte das Frühjahr oder Zeiten nach stärkeren Regenfällen wählen. Auch bei wenig Wasser bleibt der Aufstieg wegen der Aussicht auf die umgebenden Felswände und das Bergpanorama lohnenswert.
Der Staubbachfall ist einer von 72 Wasserfällen im Lauterbrunnen-Tal. Die Aussicht wechselt je nach Standort: Aus einigen Perspektiven wirkt der Fall überraschend kleiner, während er aus anderen Blickwinkeln seine volle Höhe zeigt. Parken ist in Lauterbrunnen schwierig, besonders zur Hauptreisezeit. Eine Möglichkeit ist der Parkplatz an der Kirche, der relativ gut zugänglich ist. Der Ort ist auch problemlos mit dem Zug erreichbar, was bei hohem Besucheraufkommen eine praktische Alternative darstellt.



