Der Stuibenfall stürzt 159 Meter in die Tiefe und ist damit der höchste Wasserfall Tirols. Der Zugang führt über einen ausgebauten Weg mit Metalltreppen, mehreren Aussichtsplattformen und einer Hängebrücke, die je nach Besucheraufkommen mehr oder weniger schwankt. Insgesamt sind rund 700 Treppenstufen zu bewältigen, die Steigung ist moderat, aber die Länge macht die Tour durchaus anstrengend.
Jede der Plattformen bietet eine andere Perspektive auf den Wasserfall. Besonders die Metalltreppen, die entlang der Klippen führen, erfordern Schwindelfreiheit. Eine der Plattformen liegt nah genug am Wasser, dass man durch die Gischt nass werden kann, vor allem wenn der Wind den Wasserfall zur Seite trägt. Dieser Abstecher ist nur wenige Meter lang und lässt sich je nach Wetter und Lust umgehen. Oben am Bach, aus dem der Wasserfall entspringt, gibt es schattige Stellen, an denen man die Füße ins kalte Wasser halten kann.
Die Wanderung ist für Kinder ab etwa neun Jahren gut machbar, alle Wege und Treppen sind abgesichert. Kinderwagen müssen getragen oder durch eine Kraxe ersetzt werden. Hunde haben auf den Metalltreppen Schwierigkeiten. Gutes Schuhwerk ist nötig, eine leichte Regenjacke sinnvoll. Im unteren Bereich befindet sich außerdem der Einstieg zu einem Klettersteig.
Du kannst von unten oder von oben starten. Der untere Parkplatz Bischofsplatz kostet sechs Euro für ein Tagesticket, der obere Parkplatz beim Gasthaus fünf Euro pauschal. Wer Fußweg nicht scheut, kann am Panorama-Parkplatz halten und zur oberen Einstiegsstelle laufen. Als Rundweg bietet sich der Rückweg über den Umhauser Höhenweg an, die Gesamtdauer liegt dann bei rund drei Stunden. Der Eintritt zum Wasserfall selbst ist frei. Jeden Mittwochabend wird der Stuibenfall beleuchtet. In der Hochsaison kann es voll werden.



