Auf einem 120 Meter hohen Trümmerberg im Grunewald stehen die Ruinen einer amerikanischen Abhörstation aus dem Kalten Krieg. Die verlassenen Radarstationen mit ihren markanten weißen Kuppeln sind längst von Graffiti-Künstlern überzogen und bilden ein weitläufiges Open-Air-Areal, das Geschichte, urbane Kunst und einen weiten Blick über Berlin verbindet.
Das Gelände lässt sich auf eigene Faust erkunden. Du läufst durch ehemalige Funktionsräume, über mehrere Etagen und auf Plattformen zwischen bunten Wänden voller Street Art. In den Gebäuden gibt es eine Ausstellung, die die Rolle der Station während des Kalten Krieges erklärt und Hintergründe zur militärischen Nutzung liefert. Wer ganz nach oben steigt, erreicht eine Aussichtsplattform mit Rundumblick über den Grunewald und die Stadtsilhouette Berlins.
Die Mischung aus verfallener Architektur und großflächiger Graffiti-Kunst prägt die Atmosphäre. Immer wieder entdeckst du neue Details an den Wänden, in Ecken und auf Treppen. Der Ort hat einen deutlichen Lost-Place-Charakter, bleibt aber zugänglich und übersichtlich. Für Familien ist der Besuch grundsätzlich möglich, es gibt Ermäßigungen und Familienrabatte. Allerdings solltest du bedenken, dass das Gelände uneben ist und viele Treppen hat.
Vom kostenlosen Parkplatz führt ein etwa zehnminütiger Fußweg bergauf zum Eingang. Vor Ort gibt es ein kleines Café, das Kaffee und Snacks anbietet. Hunde sind angeleint erlaubt. Teile der Bausubstanz enthalten Asbest, was bei normalem Aufenthalt im Freien kein akutes Risiko darstellt, aber vor Ort nicht ausgewiesen ist. Bei Sonderveranstaltungen kann es trotz angekündigtem Gratis-Zugang sein, dass regulärer Eintritt für das Gelände anfällt. Plane ausreichend Zeit ein, denn das Areal ist weitläufig und du wirst mehr entdecken als zunächst erwartet.


