Vom Parkplatz in Gössl am Grundlsee führt ein ebener Weg entlang einer Forststraße in rund 20 bis 30 Minuten zum Toplitzsee. Alternativ kannst du nach dem Gasthaus Rostiger Anker über zwei kleine Brücken wechseln und einen idyllischen Pfad entlang eines Bachs nehmen, der auch bei Schnee mit Wanderstöcken gut begehbar ist. Beide Varianten sind ohne größere Anstrengung zu bewältigen und münden an der Fischerhütte am Seeufer.
Der See selbst liegt in einer Mulde, umgeben von steilen Hängen und Wald. Bei ruhigem Wetter spiegelt sich die Landschaft im Wasser. Den See kannst du nicht umrunden, aber von der Fischerhütte aus verkehrt ein offenes Holzboot, eine sogenannte Plätte, die dich über den Toplitzsee bringt. Die Überfahrt ist kostenpflichtig und dauert etwa zehn Minuten. Die Bootsführer erklären während der Fahrt Wissenswertes zur Geschichte und bieten sich als Fotografen an. Hunde dürfen mit an Bord.
Am anderen Ufer erreichst du nach einer kurzen Wanderung von rund zehn Minuten den Kammersee, der noch abgeschiedener liegt und von hohen Felswänden eingerahmt wird. Hier entspringt die Traun, der Ursprung ist deutlich erkennbar. Die Landschaft wirkt unberührt und wenig erschlossen. Für diese Strecke ist gutes Schuhwerk empfehlenswert, da der Weg teils uneben ist.
An der Fischerhütte am Toplitzsee gibt es ein kleines Restaurant, in dem Forellen serviert werden, die in den Rezensionen gelobt werden. Bei geschlossener Hütte stehen Automaten für Kaffee und Getränke bereit. An der Hütte hängen zahlreiche Zeitungsausschnitte, die sich mit der Geschichte des Sees befassen, insbesondere mit seiner Nutzung als Marineversuchsgelände während des Zweiten Weltkriegs und den Spekulationen um versenkten Schatz. Die Bootsfahrt wird als ruhig und landschaftlich lohnend beschrieben, gerade im Herbst zeigt sich die Umgebung besonders farbenreich. Tickets für die Plätte erhältst du direkt vor Ort an der Station.
