Über zahlreiche Treppen und verwinkelte Gassen führt der Weg durch ein Viertel am Elbhang, in dem sich kleine Seemannshäuschen und herrschaftliche Villen den steilen Hang teilen. Die Wege schlängeln sich zwischen gepflegten Wohnhäusern und Gärten hindurch, während hohe Bäume Schatten spenden. Mit jedem Schritt bergauf öffnet sich der Blick auf die Elbe, vorbeiziehende Schiffe und je nach Standort auf den Hafen oder das Airbus-Werk.
Der Aufstieg ist durchaus anstrengend und setzt normale Kondition voraus. Die Wege führen ständig auf und ab, sodass zwischendurch eine Pause nicht schadet. Viele starten ihre Tour an der Bushaltestelle Beckers Treppe und arbeiten sich von dort über die Stufen nach oben. Alternativ lässt sich das Viertel vom Elberadweg aus erreichen oder per Schiff über den Anleger Blankenese, wo man direkt am Wasser auf die Elbe schauen kann.
Ursprünglich lebten hier Fischer, Seeleute und Schiffskapitäne, bevor wohlhabende Kaufleute und Unternehmer die einfachen Häuser nach und nach durch Villen ersetzten, die die Hanglage und den Ausblick nutzen. Heute gehört das Treppenviertel zu den exklusivsten Wohnlagen Hamburgs, behält aber durch die kleinen Gassen und die besondere Architektur seinen historischen Charakter.
Abends vor Sonnenuntergang färbt sich der Himmel in warme Töne, die sich auf dem Wasser spiegeln. Zu jeder Jahreszeit funktioniert der Spaziergang, allerdings ist im Sommer bei gutem Wetter viel los. Wer mag, kann die Tour mit einem Abstecher zum Süllberg oder zu nahegelegenen Wandergebieten wie der Wedeler Au, dem Hohen Elbufer, dem Hirschpark oder der Wittenberger Heide kombinieren. Auch kleine Läden und Gastronomie sind im Viertel zu finden. Die Gegend eignet sich für Familien, sofern die Kinder trittsicher sind und die Treppen bewältigen können.
