Der Trusetaler Wasserfall wurde 1865 künstlich angelegt und ist mit etwa 45 Metern der höchste Wasserfall im Thüringer Wald. Baurat Specht und Trusetaler Bergarbeiter schufen die Anlage, die das Wasser der Truse über einen etwa 2,2 Kilometer langen künstlichen Graben herleitet. Von dort fällt es in mehreren Kaskaden über Granitfelsen in die Tiefe. Der Wasserfall ist nur von Ostern bis Ende Oktober in Betrieb, im Winter wird er abgestellt.
Neben dem Wasserfall führen 228 Stufen nach oben. Der Aufstieg ist auf engen Treppen möglich, die Stufen gelten als etwas steil und können rutschig sein. Oben angekommen kannst du den Wasserfall von einer anderen Perspektive betrachten und hast Zugang zu einem Rundwanderweg, der durch den Wald führt. Wer die Treppen meiden möchte, kann alternativ den Rundweg wählen, der ebenfalls zum oberen Bereich führt. Mit einem Kinderwagen ist der Wasserfall allerdings nicht erreichbar.
Am Wasserfall gibt es einen kleinen Shop und eine Gaststätte. In der Umgebung von Trusetal verlaufen weitere Wanderwege, die sich für längere Touren eignen. Im Sommer findet ein Wasserfallfest statt, das zusätzliche Besucher anzieht.
Für das Parken am Wasserfall ist eine Gebühr von 3 Euro für vier Stunden oder 5 Euro für eine Tageskarte fällig. Die Zahlung ist nur mit Kleingeld möglich, daher solltest du Münzen dabei haben. Einige Besucher berichten, dass die Treppen gelegentlich von Brennnesseln überwuchert sind, was den Aufstieg erschweren kann. Trotzdem lohnt sich der Besuch, um den höchsten Wasserfall der Region zu sehen und die Wege durch den Wald zu erkunden. Die Anlage ist auch für Kinder geeignet, sofern sie trittsicher sind und die steilen Stufen bewältigen können.



