Der Volkspark Prenzlauer Berg erstreckt sich über 29 Hektar auf zwei ehemaligen Trümmerdeponien aus der Nachkriegszeit. Bekannt ist er auch als Oderbruchkippe. Das hügelige Gelände bietet Wege für Spaziergänge, einen Spielplatz und im Winter einen Rodelberg. Die drei Anhöhen mit ihren Plateaus sind über Treppen und Pfade erreichbar, wobei auch die äußere Runde von rund zwei Kilometern Länge einige Höhenmeter verlangt.
Die Anlage präsentiert sich in einem stark verwilderten Zustand. Bäume, Sträucher und hohes Gras dominieren das Bild, stellenweise liegen umgestürzte Bäume am Wegesrand. Die Wege sind teils uneben und von Schlaglöchern durchzogen, schmale Pfade führen durch dicht bewachsene Bereiche. Wer einen gepflegten Stadtpark mit regelmäßig gemähten Rasenflächen erwartet, wird enttäuscht sein. Manche Besucher schätzen diesen naturbelassenen Charakter, andere vermissen Ordnung und Pflege.
Das Hohe Plateau und das Pappelplateau dienten früher als Aussichtspunkte. Heute ist die Sicht durch hochgewachsene Bäume eingeschränkt, nur nach Nordosten bleibt vom Hohen Plateau aus noch ein kleiner Durchblick. Bänke und Treppen zeigen deutliche Gebrauchsspuren, die Anzahl der Sitzmöglichkeiten variiert je nach Parkabschnitt, ebenso die Papierkörbe, die häufig überfüllt sind.
Ein Feuchtbiotop mit Fröschen, Kröten und Molchen gehört zur Anlage. Im Herbst wachsen zahlreiche Pilze. Der Spielplatz wurde erneuert, wirkt aber schlicht ausgestattet. Eine alte Doppelschaukel steht noch, dazu Baumstämme und Findlinge zum Klettern. Für Kinder ist das Angebot insgesamt überschaubar.
Der Park zieht deutlich weniger Besucher an als andere Berliner Grünflächen. Jogger und Wanderer nutzen die Steigungen für Ausdauer- und Fitnesstraining. Wer Ruhe sucht und sich an unebenen Wegen nicht stört, findet hier einen grünen Rückzugsort. Der Bezirk plant Sanierungsmaßnahmen, Details sind noch nicht bekannt. Der Eingang ist barrierefrei, die steilen Wege im Inneren stellen jedoch für Rollstuhlfahrer eine Herausforderung dar.



