Der Watzmann ist Deutschlands dritthöchster Berg und bietet alpine Touren, die ohne Erfahrung im Hochgebirge nicht zu empfehlen sind. Der Aufstieg zum Hocheck führt von der Ramsau oder der Wimbachbrücke aus über viele Höhenmeter durch Wald und steiles Gelände. Das Watzmannhaus liegt auf dem Weg und dient als Orientierungspunkt, bevor der Anstieg steiler wird.
Die Watzmann-Überschreitung gilt als anspruchsvolle Gratwanderung, die vom Hocheck über die Mittelspitze zur Südspitze führt. Mehrere Rezensionen berichten von Startzeiten gegen ein Uhr nachts, um den Sonnenaufgang am Hocheck zu erleben. Die Gratwanderung selbst dauert rund zwei Stunden bis zur Südspitze und erfordert Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Wer nicht über ausreichend Kondition und alpine Erfahrung verfügt, sollte diese Tour nicht unterschätzen.
Der Abstieg führt häufig durch das Wimbachgries, ein ausgedehntes Geröllfeld, das vielen Bergsteigern Schwierigkeiten bereitet. Mehrere Berichte erwähnen Stürze und die Länge dieses Abschnitts. Wer die Überschreitung plant, sollte den Abstieg entweder über denselben Weg am Grat zurück erwägen oder sich auf mehrere Stunden im Geröll einstellen. Manche bewerten diesen Teil als wenig angenehm, aber unvermeidbar bei der klassischen Route.
Der Hocheck selbst ist gut besucht, besonders bei schönem Wetter. Die Ruhe, die man nach dem langen Aufstieg erhofft, findet man am Gipfel nicht immer. Wer die Südspitze erreicht, hat dort meist mehr Platz für eine Pause. Auch im Winter wird der Watzmann bestiegen, dann aber mit entsprechender Ausrüstung und noch höheren Anforderungen.
Parken kannst du an der Wimbachbrücke, die Gebühr liegt bei neun Euro für den ganzen Tag. Von dort aus führt ein geschotterter Waldweg zum Einstieg der eigentlichen Bergtour. Der Rückweg ist ein langer, gleichmäßiger Abstieg durch den Wald. Die gesamte Tour dauert viele Stunden und setzt voraus, dass du körperlich gut vorbereitet bist.



