Der Wilseder Berg erhebt sich auf 169 Metern und ist damit die höchste Erhebung in der Lüneburger Heide. Von oben reicht der Blick weit über die umliegende Heidelandschaft, besonders während der Heideblüte im August und September, wenn die Flächen in violetten Tönen leuchten. Der Aufstieg ist anstrengender als in der norddeutschen Ebene erwartet, aber gut machbar auf den gepflegten Wanderwegen.
Mehrere Routen führen zum Gipfel. Ein beliebter Rundwanderweg startet am Parkplatz Niederhaverbeck auf der östlichen Seite und hat eine Länge von rund zehn Kilometern. Vom Landhof Eickhof aus sind es etwa fünf Kilometer bis zum Berg, wobei der Weg am Fürstengrab vorbeiführt. Die Wege sind für Wanderer und Radfahrer geeignet, wobei gerade zur Heideblüte viele E-Bikes unterwegs sind. An den Wochenenden kann es entsprechend voll werden, unter der Woche oder außerhalb der Hauptsaison ist es deutlich ruhiger.
Oben auf dem Berg gibt es mehrere Bänke, auf denen du dich ausruhen und die Aussicht betrachten kannst. Die Landschaft zeigt sich auch außerhalb der Blütezeit abwechslungsreich, mit Heideflächen, Wacholdern und kleineren Waldstücken. Mit etwas Glück begegnen dir auf dem Rückweg Heidschnucken, die traditionell zur Pflege der Heide eingesetzt werden.
Das gesamte Gebiet liegt im Naturschutzgebiet und ist autofrei. Die Parkplätze wie Niederhaverbeck kosten sechs Euro für den ganzen Tag, das Geld fließt in den Erhalt der Heidelandschaft. In der Hochsaison bilden sich an den Automaten auch mal Warteschlangen. Wer außerhalb der Stoßzeiten kommt, kann die Ruhe und Weite der Natur deutlich entspannter genießen.



